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Zion · 1937-10-01 · 5 (10.1937) · p. Seite 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
9 (1937)
Issue
5 (10.1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 1 (sequence 3)
Language
German
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O N XT K Berlin, Oktober 1937 0 . u Nr. 5 —m—-=-—-r--wanö- 9« Jahrgang. Marcheschwan 5698 ü ** f>er jüdische Staat and. das jadische gfesefz Von Rabb. Dr. Isaak Unna, Mannheim—Jerusalem. (Aus dem Hahed). Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat vielleicht keine Frage im Judentum eine solche Erregung hervorgerufen, wie die Frage des Judenstaates. Die Errichtung eines selbständigen Staates, nachdem das jüdische Volk seit 2000 Jahren seine Selbständigkeit verloren hat, ist eine Angelegenheit, die uns bis ins Innerste aufwühlt, die die Vergangenheit und die Zukunft des jüdischen Volkes im ganzen und jedes einzelnen Juden berührt. Während der eine Teil des Volkes sich entschieden gegen jede Teilung Palästinas wendet, sind andere von dem Gedanken eines selbständigen Staates mit einer jüdischen Mehrheit begeistert. Zu den entschiedenen Gegnern gehört, außer den Revisionisten, der Misrachi, ich weiß jedoch nicht aus welchem Grunde. Ich verstehe, daß es wichtige Gründe gegen einen jüdischen Staat in der vorgeschlagenen Form gibt, wirtschaftliche, politische und strategische Gründe, aber daß es religiöse Gründe gegen dieses Ziel gibt, ist mir nicht verständlich. Man sagt, wir dürfen nicht auf einen Teil des jüdischen Landes verzichten, aber wer verzichtet denn? Der Zionistische Kongreß? Selbst wenn alle Juden in der Welt diese Vereinbarung unterschrieben, könnten wir nicht verzichten auf das, was die Thora für ewige Zeiten festgesetzt hat. Wir können nicht auf die Verheißung der Propheten verzichten, die die Rückkehr nach Zion und die Sammlung der Zerstreuten prophezeit haben. Denn Sinn des Vertrages zwischen uns, England und dem Völkerbund ist nur folgender: Ihr gebt uns einen Teil von Erez Israel, wir nehmen diesen Teil, weil wir ein Land haben wollen, in dem wir die Einwanderung bestimmen können, in das wir tausende und zehntausende unserer, in den Ländern des Galuth verfolgten, Brüder zurückführen können. Aber niemand glaubt, daß die Errichtung eines jüdischen Staates die Zeit des Maschiach be- 1

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