Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 4 (9.1937)
- Date
- 1937-09-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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nur an Stelle von „Vätern", „den meisten modernen Bibelforschern und Kritikern" zu setzen. Wir aber, denen die heilige Schrift das Alpha und Omega des überlieferten Judentums ist, dürfen vor keiner Anstrengung zurückschrecken, um diese in den Mantel der Wissenschaft gehüllten Deutungen und Auslegungen mit derselben Waffe und derselben wissenschaftlichen Technik aufs schärfste zu bekämpfen. Eines müssen wir einsehen: Der Weg der Kritik ist nicht unser Weg, er ist ein Irrweg, der unzählige Opfer schon gefordert und fordern wird, vor dem wir warnen müssen. Wahr ist und bleibt das Wort des Propheten Jesaia: Es verdorrt das Gras, es welkt die Blüte, aber das Wort unseres Gottes wird ewig bestehen! fäuchlbe&zneechMiig Das Jahr der Juden in Brauch und Lithurgie. Von Moritz Zobel, 1936, Im Schockenverlag, Berlin. Im Geleitwort äußert der bekannte, sachkundige Verfasser den Wunsch, daß „diese Schrift als eine gradlinige Fortsetzung und Ergänzung zu seinem früher veröffentlichten „Sabbathbuch" (Bücherei des Schocken-Verlags 25/26) angesehen werde". Und er hat recht damit. Die Arbeit Liegt auf derselben Linie und ist nach derselben Methode und mit gleicher Sorgfalt geleistet worden. Auch diesmal haben wir es mit einem volkskundlichen Werk und einem verläßlichen Führer auf dem Gebiet des Brauchtums in Haus und Liturgie zu tun. Der moderne, westeuropäische, jüdische Mensch, der nicht mehr in echtem jüdisch-religiösen Lebenskreis sich bewegt, die religiös-nationale jüdische Literatur in der Ursprache nicht mehr kennt, nicht mal mit einem „Derech Hachaim-Siddur" etwas anzufangen versteht, und doch die jüdischtraditionelle Lebensordnung kennen möchte und das Dynamische im Rhythmus des jüdischen Jahres seit ursprünglichen Zeiten zu erfahren wünscht, kann und soll in voller Zuversicht zu dieser Schrift greifen. Er wird hier gründliche Darstellung und verläßliche Belehung finden. Es ist ein Kizzur- Schulchan-Aruch sni generis, wenn auch der vereh. Venfasser sicherlich keine halachischen Entscheidungen darbieten, sondern nur Dinim und Minhagim darstellen will. Verlag und Verfasser haben sich um das jüdische Publikum in Deutschland mit dieser Publikation sehr verdient gemacht. Schön wäre es, wenn sie auch Auswirkungen in praxi zeitigen sollte. Samuel Grünberg. Die im „Z i o n" veröffentlichte Arbeit von Dr. S. Grünberg, Biblische Eigennamen als Quelle jüdischer Kulturgeschichte und Bibelexegese ist als Sonderdruck erschienen, Preis 75 Pfg. In Jerusalem erscheint unter der Redaktion von J. L. Fischmann eine national-religiöse hebräische Monatsschrift Sinai für Thora, Wissenschaft und Literatur, herausgegeben vom Raw Kook-Institut bei der Weltzentrale des Misrachi mit Unterstützung des Bialik-Instituts bei der Jewish Agency. In Jerusalem erscheint jetzt auch eine religiöse Tageszeitung Hazofe. Verantwortlich: Dr. Martha Wertheimer, Berlin W 30 / Verlag des Zion Berlin W 50, Augsburger Str. 60 / Druck: Fürst, W 30, Goltzstr. 26 Bezugsgebühr vierteljährlich RM 1.— / Postscheck: Dr. Alfred Lehrhann Sonderkonto Berlin 158910