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Zion · 1937-09-01 · 4 (9.1937) · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
9 (1937)
Issue
4 (9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 2 (sequence 4)
Language
German
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nicht jüdischen Welt soll hier nicht gesprochen werden — mit solcher Aufmerksamkeit verfolgt worden, wie der XX. Kongreß in Zürich. Jeder Jude empfindet das Schicksal Palästinas als seine eigene Lebensfrage. Der Begriff Erez Israel ist nicht nur eine historische Bezeichnung für Palästina, sondern er kennzeichnet das Verhältnis des ganzen jüdischen Volkes zu seinem Land. Das dürfen wir als ein erfreuliches Ergebnis des Jahres 5697 feststellen. Weizmann hat auf dem Kongreß mit einer von ihm vorher nicht gehörten Deutlichkeit und Schärfe der Mandatarmacht vorgeworfen, daß sie ihre Pflicht zur Förderung des jüdischen Nationalheims nicht erfüllt hat, und hierin hat ihm der ganze Kongreß zugestimmt. Dies mußte auf dem Kongreß gesagt werden und soll auch bei den Verhandlungen mit der englischen Regierung und vor dem Völkerbund wiederholt werden. Wir aber wollen in der Stunde der Jahreswende den Blick nach innen richten. Die Grenzen des vorgeschlagenen Judenstaates fallen, von Jerusalem und einigen Siedlungen östlich des Jordans abgesehen, mit den Grenzen des gegenwärtigen jüdischen Siedlungsgebietes zusammen. Wenn dieses Gebiet größer gewesen wäre, hatte die Kommission auch einen anderen Vorschlag gemacht. Awal aschemim anachnu. Hieran sind auch wir schuld. In den 20 Jahren seit der Balfour-Deklaration hat das jüdische Volk nicht die der ihm gestellten Aufgabe entsprechenden Opfer gebracht. Wenn die Fonds größere Mittel zum Bodenerwerb und zur Besiedlung gehabt hätten, hätte das jüdische Nationalheim erheblich größer sein können, und der Vorschlag der Kommission wäre entsprechend anders gewesen. Dies wollen wir uns in den Tagen der Teschuwa vor Augen halten. Das Jahr 5697 hat die Frage des jüdischen Staates aufgeworfen, das Jahr 5698 wird sie zur Entscheidung bringen. Wie die Entscheidung ausfallen wird, wissen wir nicht, wohl aber wissen wir, daß von dem jüdischen Volk ungeheure Opfer verlangt werden. Die zahlreichen in den letzten Monaten neugegründeten Siedlungen müssen konsolidiert werden, neue Siedlungspunkte müssen geschaffen werden. Ein jüdischer Staat wird die ihm obliegenden Aufgaben wenigstens in der ersten Zeit nicht mit eigenen Mitteln bewältigen können, sondern auf die Arbeit der Gola angewiesen sein. Unser Gelöbnis am Jahresanfang soll sein, das Interesse, das die Gesamtheit des jüdischen Volkes an der Zukunft der jüdischen Heimstätte gezeigt hat, in tatkräftige Mitarbeit umzuwandeln. Unsere Bitte fassen wir in die Worte des Hohen Priesters: Es sei wohlgefällig vor Dir, Ewiger unser Gott und Gott unserer Väter, daß das kommende Jahr für uns und Dein ganzes Volk, das Haus Israel, zum Guten sei. 2

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