Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 4-5 (8.1936)
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Arbeitsprogramm war hauptsächlich darauf eingestellt, die Chawerim und Chawerot in die Wissensgebiete einzuführen, die ein Führer nötig hat, und sie gleichzeitig das Methodische zu lehren. Der Stundenplan umfaßte folgende Themen: EinTenach-'Schiur unter besonderer Berücksichtigung des Methodischen. Es wurde ein bestimmter Stoff gewählt, durchgearbeitet und dann gezeigt, wie man diesen Stoff mit den Gruppen durchzuarbeiten habe. Ideologie unserer Bewegung. Ausgehend von den verschiedenen Judentumsauffassungen der Emanzipationszeit, der Neuzeit, Liberalismus, Zionismus, Orthodoxie, wurde unsere spezielle Ideologie herausgearbeitet. Psychologie des Jugendalters. (Spranger). Einführung in die psychologischen Grundbegriffe. In dieser Arbeitsgemeinschaft wurden besonders die Probleme des religiösen Jugendlichen bearbeitet. Erziehungsfragen: Die Arbeitsgemeinschaft befaßte sich mit den praktischen Fragen der Jugendführung und den erzieherischen Aufgaben, die der Bund zu leisten hat. Gleichzeitig wurden auch praktische Hinweise auf die Durchführung eines Heimabends, einer Fahrt usw. gegeben. Gesellschaftskunde: Die Arbeitsgemeinschaft leitete Herr Prof. Kantorowitz, Frankfurt a. M. von der Mittelstelle für Erwachsenenbildung. Die Begriffe Staat, Volk, Wirtschaft, Berufsstand wurden entwickelt und in ihren Beziehungen zueinander gezeigt. Palästinakunde: Für diese Arbeitsgemeinschaft stellte uns Herr Oberstudiendirektor Dr. Driesen vom Philanthropin, Frankfurt a. M., die Palästina-Ausstellung im Zeichensaal seiner Schule zur Verfügung. Es traf sich gut, daß Herr Alexander Adler, der gerade in Frankfurt weilte, sich an dem Palästinakursus beteiligen konnte. Der Sonntag war einer Fahrt in den Taunus vorbehalten. Auf einer solchen Fahrt lernen sich die einzelnen Chawerim und Chawerot erst richtig kennen und schließen sich zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Abende waren noch mit einzelnen Veranstaltungen ausgefüllt. Ein Abend wurde Fragen der Erziehung zur Kunst gewidmet, und an einem Abend kam Direktor Karl Adler, Stuttgart, um mit dem Seminar zu singen. Auf der Abschiedsfeier, auf der die Chawerim und Chawerot ihre musikalischen Künste zeigten und die, schnell improvisiert, sehr schön verlief, wurde noch einmal ein genauer Überblick über das System gegeben, das diesem Führerseminar zugunde lag. Wir hoffen, daß es uns gelingt, in der Linie dieser Schulungswoche weiter arbeiten zu können. E. S. 22