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Zion · 1936-08-01 · 4-5 (8.1936) · p. Seite 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
4-5 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 21 (sequence 23)
Language
German
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hagen bei Berlin, die rheinländischen Gruppen ins Bröltalhaus in der Nähe Kölns, und die süddeutschen Gruppen machten ein Zeltlager auf dem Gehringshof. An den Lagern nahmen durchschnittlich 30—40 Chawerim teil, an dem Berliner Lager etwa 80. Der Verlauf dieser Lager war ein durchaus gelungener. Wenn auch die Art, wie solch ein Lager aufgezogen wird, von den jeweiligen Leitern abhängig ist, so kann man doch von einer einheitlichen Form dieser Lager sprechen. Sport und Spiel, praktische Arbeit und Lernen füllen den Tag aus, wobei natürlich die ferienmäßige Erholung auch nicht zu kurz kommt. Diese Lager bilden einen wichtigen Bestandteil für den Bund. Die Voraussetzung für die Bundesarbeit ist die Schaffung eines eigenen Bundesmilieus. Hier auf dem Lager kann solch ein Milieu geschaffen werden. Nirgends können sich die Gemeinschaftswerte so erweisen, wie bei solch einem 4wöchigen Zusammensein der Chawerim und Chawerot. Gemeinschaft ist hier nicht eine Phrase oder ein Diskussionsthema, sondern sie ist da und jeder hat sich in ihr zu bewähren. Die äußere Primitivität eines solchen Lagers wirkt sich hier zu einem wertvollen, erzieherischen Faktor aus. Jeder muß selbst sein Bett machen, einige Chawerim müssen jeweils Haus- und Küchendienst und ähnliche Arbeiten für die Gemeinschaft verrichten, während andere in der selben Zeit eine Ssicha haben, ein Fußballwettspiel austragen oder zum Baden gehen. Während auf der einen Seite das Erholungsmäßige gerade darin liegt, daß man einmal 4 Wochen frei von allen sonstigen Bindungen nur unter sich lebt, erfordert andererseits die Durchführung solcher Lager eine erhöhte Disziplin, da, wenn ein Lager wirklich gut sein soll, es auf jeden einzelnen ankommt. Die Führung solcher Lager wirkt sich darum auch später für die gesamte Bundesarbeit aus. Die Hauptschwierigkeit unserer gesamten Bundesarbeit liegt in dem Mangel an Führern. Wir müssen daher das Hauptgewicht auf die Heranbildung eines Nachwuchses legen. Im Rahmen der von uns geplanten Führerschulung veranstaltete der Brit Hanoar in Frankfurt a. M. eine Schulungswoche unter Mithilfe der Mittelstelle für Erwachsenenbildung. An dieser Schulungswoche beteiligten sich ca. 40 Chawerim und Chaweroth, zum größten Teil Jungführer. Außer den Führern des Frankfurter Bundes beteiligten sich Professor Kantorowitz, Oberstudiendirektor Dr. Driesen, Arieh Händler, Frankfurt a. M., Dr. Josef Burg, Berlin, Erwin Seligmann, Hamburg. 21

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