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Zion · 1936-08-01 · 4-5 (8.1936) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
8 (1936)
Issue
4-5 (8.1936)
Date
1936-08-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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den Nachkommen Aarons, die zum Räuchern geweiht sind. Verlaß das Heiligtum, denn du hast dich vergangen, und es gereicht dir vor Gott nicht zur Ehre! Usijahu aber ward zornig, während er das Rauchfaß in der Hand hielt, um zu räuchern, und während er so auf die Priester zürnte, brach angesichts der Priester, im Hause Gottes, neben dem Räucheraltar, an seiner Stirn der Aussatz hervor. Als sich ihm sodann der Hohepriester Asarjahu und alle Priester zuwandten, siehe, da war er an der Stirne aussätzig. Da trieben sie ihn eiligst von dannen, und auch er beeilte sich, hinauszugehen, weil Gott ihn geschlagen hatte. Der König Usija ist also vom Hohenpriester Asarja besiegt worden. Der Chronist der Königsbücher, der die Biographie dieses Königs sehr lapidar abfaßte, führt daher den König unter den Namen Asarja an, womit das hochbedeutende historische Ereignis angedeutet wurde. So können wir auch erst Sach. 12,11 jvuq nypai nomn iedd3 verstehen. Nach einer Targumüberlieferung35) wurde König Achab von einem syrischen König Hadadrimon, Sohn des Tawrimon in Ramoth Gilead besiegt. Deshalb statt 2«ns Hadadrimon! Diese Polynomie spielt in der Geschichte der Großen eine besondere Rolle. Auf das Bestreben mancher neuzeitlicher Forscher, wie Benzinger, Jeremias u. a., vielen Namen der Bibelhelden astral-mythologische Bedeutung zu geben, das oft leicht ad absurdum zu führen ist, möchte ich hier nicht eingehen. Ebenso muß ich darauf verzichten, auf viele andere Eigenheiten der hebräischen Eigennamen noch einzugehen. Ich möchte meine Ausführungen nur noch mit folgenden, wenigen Worten abschließen. Mit dem Untergang des zweiten jüdischen Staates und mit der Ueberhandnahme der Diaspora ist die Schöpfungskraft des jüdischen Genius auch auf dem Gebiete der Namensbildung völlig erlahmt. Dabei ist interessant, daß der Name Abraham bis zur Zeit der Amoräer nirgends auftritt, und der Name Moses erst unter den babylonischen 1 Gefangenen. Ebenso erging es den Namen Isaak, Jakob, Aharon, David, Salomo und vielen anderen. Erst in der späteren Zeit häuft sich die Anwendung dieser und einer Anzahl anderer biblischer Namen bei unseren Vorfahren. Mit dem Andauern des Exils hörte die Bildung von jüdischen Eigennamen allmählich völlig auf. Man rettete bloß einen Teil der überkommenen hebräischen Namen, die man sinn- und planlos in Anwendung brachte (von der Entlehnung so vieler Namen von den herrschenden Nationen zu schweigen). Die Namensgebung sank zu einem formalen inhaltlosen Akt herab. Man vererbte die Namen, wie sonstiges irdisches Eigentum. Man sagte: inia» otn »Dts» nna N-pn ohne sich zu fragen, ob der Nachfolger es wirklich würdig sei. In der modernen Zeit kann sogar so mancher Vater sich schon glücklich schätzen, 36> Vgl. auch Megilla 3a. 15

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