Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 3 (7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I O N n, q Berlin, Juli 1936 Nr' 3 MenachemAw 5696 8' J*hr&™8' „Religiöse Jugendalija." Von Alexander Adler, Kibbuz Rodges. Zwei Probleme sind besonders schwierig für die religiöse Judenheit bei der Arbeit im neuaufgebauten Erez Israel: die Erziehung der Kinder so zu gestalten, daß sie nach dem Verlassen der Schule ihr Leben nach den Grundsätzen der Tora einrichten, und die Uberführung religiös gerichteter Jugend auf das Land, ihre Ausbildung zu Landarbeitern und ihre dauernde Verknüpfung mit dem Lande. Es bestehen im Lande eine ganze Anzahl von Schulen, die unter der Leitung des Waad Hamefakeach des Misrachi stehen. Hier soll eine religiöse Erziehung gegeben werden, die die Kinder zu den Trägern der jüdischen Überlieferung der nächsten Generation machen soll. Es ist selbstverständlich, daß in diesen Schulen ein möglichst großes Wissen von Tora, von Tenach und Gemara vermittelt werden muß. Ebenso notwendig ist es aber, daß der Geist der Überlieferung in die Herzen der Kinder gepflanzt wird, so daß sie nicht nur wissen, wie ein Jude zu leben hat, sondern auch den Willen aus der Schule mitnehmen, ein Leben nach den Vorschriften der Tora zu führen. Es ist gelungen, einen Schultypus zu schaffen, der dieses Wissen den Kindern gibt, es ist nicht gelungen, bei der Mehrzahl der Kinder den selbstverständlichen Wunsch zur Erfüllung der Mizwoth, zum Weitertragen der Tradition zu erwecken. Der Einfluß der nicht toratreuen Umgebung ist stärker als der ihrer Erzieher, die neuen Gedanken von der Freiheit und Befreiung der Geister von allem Überlieferten beeinflussen die Kinder auch in den Misrachischulen so stark, daß das Ziel der religiösen Erziehung bei ihnen nicht erreicht wird. Aber auch bei der verhältnismäßig kleinen Anzahl von Kindern, die durch den stärkeren Einfluß des Elternhauses, das ja bei der Schulerziehung mitwirken muß, ihre religiöse Einstellung bis über die Schulzeit hinaus bewahrt haben, entsteht nach der Schulzeit ein starker Konflikt, der oft dazu führt, daß sich ihr religiöses Leben grundlegend ändert. Es geht heute in Erez Israel ein starker Zug durch die Jugend, als Arbeiter auf dem Lande mit teilzunehmen an 1