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Zion · 1934-10-01 · 9-12 (10.1934) · p. Seite 102

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
6 (1934)
Issue
9-12 (10.1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 102 (sequence 32)
Language
German
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Seite 102 ZI 0 N Nr. 9/12 Die Onge Schabbat werden abwechselnd vom Bund allein und zusammen mit Zeire Misrachi und Brit Hanoar veranstaltet Die öffentliche Sprachschule hat besondere Kurse für den Bachad eingerichtet. Isi Wald, Leipzig: Der Snif ist in drei Chugim unterteilt. Im ersten Chug sind 16- bis 17jährige, meistens Bril-Hanoar-Führer, im zweiten 18- bis 19jährige, die ohne Führer arbeiten, während der dritte Chug ältere Chawerim umfaßt, die von Jossei Burg geführt werden. Zu diesem letzteren kommen auch Chawerim anderer Bünde. Heinz Wenglowitz, Breslau, berichtet von guter Zusammenarbeit zwischen Brit Hanoar und Bachad. Um den jetzt herrschenden Führermangel zu beheben, will man Chawerim von auswärts dort in Hachschara bringen; diese Chawerim und Chawerot sollen dann gleichzeitig Bundesarbeit leisten. Man hat in Breslau bereits vier Chawerot untergebracht, was durch die finanzielle Unterstützung der Misrachigruppe bzw. der Gemeinde ermöglicht wurde. Nach diesen Berichten entspinnt sich eine Diskussion über verschiedene prinzipielle Fragen. Es wird u. a. erörtert, ob Chawerim, die nicht in Hachschara sind bzw. nicht, die Absicht haben, auf Hachschara zu gehen, im Snif sein können. Es ergibt sich, daß sich die bisherige Einteilung, auch solche Menschen im erweiterten Kreise des Bachad zusammenzufassen, bewährt hat. Schmuel Preßler faßt die Berichte kurz zusammen und stellt dabei fest, daß in fast allen Gruppen Führermangel herrscht. Er empfiehlt, kleinere Gruppen zu bilden, die an Hand von vorgeschriebenem Material selbständig arbeiten. In manchen Gruppen ist dies bereits geschehen, und man kann von einem verhältnismäßig günstigen Resultat sprechen. Er schlägt vor, daß die Hanhala für alle Gruppen mehrere Tarbutpläne ausarbeitet. Weiterhin wird die mangelnde Zusammenarbeit der Brit-Hanoar-Führer mit den Snifleitern als großer Uebelstand aufgezeigt. Es ist von ungeheurer Wichtigkeit, daß gerade die BritrHanoar-Führer sich an der Snifarbeit beteiligen, da die Mitarbeit bündischer Chawerim nicht zu entbehren ist. Es empfiehlt sich, innerhalb der Snifi mlntensivgruppen zu bilden, deren Mitglieder als Führer ausgebildet werden sollen. Auch' soll versucht werden, bisher außenstehende Menschen für unsere Arbeit heranzuziehen, wie Lehrer und Seminaristen, die uns in tarbutlicher Hinsicht sehr gut unterstützen können. Soweit vom Snif aus keine eigenen Jwritzirkel existieren, soll die öffentliche Sprachschule möglichst in "geschlossenen Kursen besucht werden. Zwecks Austausch von Meinungen und Erfahrungen sollen regelmäßig Arbeitsberichte von den Snifim herausgegeben und von der Zentrale gesammelt werden. Arbeitsgemeinschaft über Fragen der Mädchenarbeit in^Bachdad. (Leitung; Ilse Herz) Wir haben in früheren Sichot, insbesondere auch auf der Pegischa, die Schawuot hier in Blankenese stattfand, grundsätzlich die Aufgaben der Chaluza innerhalb, des religiösen Aufbaus herauszuarbeiten versucht und können voraussetzen, daß bestimmte Vorstellungen hierüber vorhanden sind. Es ist deshalb wohl im Augenblick wichtiger, daß wir uns den realen Tatsachen zuwenden, die in Erez Jisrael für die Situation der Chawerot aktuell erscheinen. Wir wissen, daß im Laufe der Jahre, seitdem eine große Alija aus der Hachschara des Brit Chaluzim Datiim ins Land gekommen ist, auch eine große Anzahl Chawerot sich einordnete. Ein Teil von ihnen ging von vornherein in die Stadt. Dort arbeiten diese Chawerot in Privathaushaltungen, und in den allerwenigsten Fällen ist es ihnen bisher möglich gewesen, auch Wesentliches für den religiösen Aufbau zu leisten. Sie glauben durch ihre Mitgliedschaft im Hapoel Hamisrachi nach dieser Richtung hin ihrer Pflicht zu genügen. Ein anderer Teil von Chawerot schloß sich zunächst dem Kibbuz Rodges an. Aber leider müssen wir immer wieder feststellen, daß sehr viele Chawerot den Kibbuz in dem Augenblick wieder verlassen, wo ihnen persönliche Schwierigkeiten entgegentreten. Gewiß arbeitet eine Reihe früherer Chawerot des Kibbuz Rodges auch weiter in den Irgunim des Hapoel Hamisrachi unmittelbar am Aufbau des Landes im Sinne Tora Waawoda. Aber wir wissen doch nun einmal, daß die größte Möglichkeit zur Schaffung einer lebendigen religiösen Atmosphäre nach innen und außen die Lebensform des Kibbuz darstellt. Und darum ist es unsere Pflicht, den Kibbuz so zu gestalten, daß er unserem Wollen entspricht und wir uns von einem Leben innerhalb der Gemeinschaft des religiösen Kibbuz befriedigt fühlen. Leider haben nun viele Chawerot, von denen wir es nicht erwartet hätten, sich drüben nicht bewährt. Im Aufbau der Wirtschaft versagten sie zwar dank ihrer guten Ausbildung fast nie. Im übrigen haben aber verhältnismäßig viel mehr Chawerot als Chawerim den Kibbuz verlassen. Und nicht nur das; Chawerot waren vielfach der

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