Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 6 (1934)
- Issue
- 9-12 (10.1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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MONATS BLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND Herausgegeben vom Zentralbüro der Unabhängigen Misrachi Landesorganisation Deutschlands BEZUGSPREIS RM. 1,50 PRO QUARTAL• ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSCEBER ODER DURCH DIB POST Nr. 9/12 Berlin, Oktober-Dezember 1934. Tischri-Tewet 5694 VI. Jahrgatis Vom 3. bis 5. November fand in Wilhelminenhöhe die 7. Pegischa des Brit Chaluzim Datiim statt. Trotzdem während der Zeit, da der letzte Zion herausgegeben wurde, sich wichtige Ereignisse innerhalb der misrachistischen Bewegung abgespielt haben — wir denken vor allem an die Entwicklung des Misrachi Hawatik und die Verhandlungen mit der von der Weltkonferenz eingesetzten Friedenskommission — scheint uns die Pegischa und die auf ihr gehaltenen Referate von so gründlegender Bedeutung für den Ausbau unserer wichtigsten chaluzischen Positionen, daß wir uns entschlossen haben, mehrere Nummern des Zion ausschließlich diesen Fragen zu widmen. Wir hoffen, daß das Protokoll dieser Pegischa, das wir unseren Lesern hiermit vorlegen, ihr Interesse finden wird. Die Red. Vorbemerkung. Aufgabe unserer Pegischot ist es immer, Rechenschaft zu geben über die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit, die geistigen Grundlagen aufs neue zu fundieren und vor allem die wichtigsten im Laufe des Jahres aufgetauchten prinzipiellen Fragen und praktischen Sorgen gemeinsam zu beraten und neue Wege für die Zukunft zu finden. Es ist nicht die Aufgäbe unserer Pegischot, die Bewegung in der Oeffentlichkeit zu repräsentiere»1. Um unsere Beratungen ganz der intensiven Aussprache der Chawerim widmen zu können, wurde als Ort der Tagung nicht das zentral gelegene Berlin, sondern das abgelegene Blankenese gewählt. Trotzdem erschienen fast 250 Chawerim, fast ausschließlich aus den Hachscharazentren des Bachad. Ein großer Teil, namentlich der ausländischen Zentren, konnte keinen Vertreter entsenden. Eine so zahlreiche Beteiligung hatte bisher noch keine Pegischa, aufzuweisen. Diese Tatsache und bis zu einem gewissen Grad auch der äußere Rahmen, der durch die festlich geschmückten Räume gegeben war, gaben der Tagung doch einen würdigen repräsentativen Charakter. Die jüdische Oeffentlichkeit hat in größerem Maße als in früheren Jahren Interesse für unsere Pegischa gezeigt. Die jüdische Presse hatte Veranlassung genommen, ausführlich über die Geschichte des Bachad und seine Arbeit zu berichten. Ein Zeichen dafür, daß das Verständnis für die Bedeutung des religiösen Aufbauwerkes in immer weitere Kreise hineinwächst. Viele jüdische und zionistische Organisationen sandten Begrüßungsschreiben oder waren vertreten.' Naturgemäß war es nicht möglich, alte den Bund und seine Menschen bewegenden Fragen in dem kurzen Zeitraum, der der Pegischa zur Verfügung stand, zu erörtern. Die Behandlung der Fragen der praktischen Bildungsarbeit, die mit der Weiterführung der Hachschara zusamrnenhängen, konnten naturgemäß nicht gekürzt' werden. Doch konnten vor allem die prinzipfeiten Probleme, die die 6. Pegischa und die Führer-