Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 6 (1934)
- Issue
- 2-3 (2.1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 28 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3133276-3139367-3139369--0889-3140402- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Aleppo 1× ep/1047811
OCR text
Seite 28 Z I ON :*l*z\ ffJUOft .a .a m <*y inj? *pa Noch ist kein Jahr vorbei seit dem der gelehrte Schatz- Meister der Gaonen uns mit dem 5. Band dies Standard Works beschenkt hat, und obwohl er uns inzwischen mit der Herausgabe der M e t i b o t *) erfreut hat, ist es ihm gelungen, in so schnellem Tempo bereits den C. Band der Oeffentlichkeit nunmehr zu übergeben. Auch dieser Band, mit dem die Moed-Ordnun^ ihren Abschluß findet, ist mit derselben Klarheit und Gründlichkeit, mit der selben Genauigkeit u ut Akribi wie die früheren bearbeitet und reiht sich ihnen würdig an. Das Werk lobt den Meistei. Recht dankbar sind wir Herrn Dr. Lewin für die interessante „Zugabe" eines ziemlich ausführlichen Komentars zum Traktat Joma eines unbekannten frühzeitlichen Gaons, dessen eine Hälfte er in der Bibliothek des New-Yorker jüd. theologischen Seminars entdeckt und dessen zweite Hälfte, wenn auch fragmentarisch, er in Aleppo gefunden hat. Dieser Komentar ist auch schon deswegen ganz besonders interessant, we:l er verschiedene Lesarten der talmudischen Texte aufweist. Von diesem Gesichtspunkte aus gesehen sind uns auch die zwei Blatt des Fragments eines alten anonymen Kommentars zu Sukka wertvoll die Dr. Lewin beigefügt hat, und wie er in seinem Vorwort bemerkt, verschiedene Lesarten enthalten. Wer talmudische Studien treibt, weiß wie oft durch Entdeckung einer anderen sinnvolleren Lesart enorme Schwierigkeiten einer Talmudstelle beseitigt und eine Unmenge populistischer Deutungen gemacht oder als unhaltbare Luftgebilde gekennzeichnet werden. Die Ausstattung dieses Werkes ist dem Inhalt adäquat. Möge der Ewige die Augen und das Herz dieses unermüdlichen, Forschers weiterhin stärken, daß er mit ungebrochener Kraft und Ausdauer seine gewaltige und unschätzbare Arbeit zu gutem Ende führt. Möge sich an ihm bewahrheiten das Wort: anm y-v* Sann 'a yta yu Samuel Grünberg. Berlin, Nissan 5694. *) Vgl. Zion. V. Jahrg. S. 108. BEKANNTMACHUNG. Am jüdisch-theologischen Seminar in Breslau beginnen die Vorlesungen am 23. April 1934. Aus dem reichhaltigen Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 1934 erwähnen wir die Vorlesungen von Herrn Prof. Dr. Isak Heineman i: Ueberblick über die jüdische Religionsphilosophie des Mittelalters; Uebungen über die Auffassung des Religionsgesetzes im Mittelalter. Herr Dozent Dr. Lewkowitz liest über: Die Hauptrichtungen der Philosophie der Gegenwart in ihrer Bedeutung für die jüdische Religionsphilosoph;i;. Herr Seminar-Rabbiner Dr. Israel Rabin wird au Hand der Dezisoren Uebungen zu den Schechitafragen der Gegenwart behandeln. Der neue D> zent Herr Dr. Heinrich Speyer wird eine Einführung in die Bibelwissenschaft geben . Bewerbungen um Aufnahme sind zu richt_«-i an: Das Dozenten-Kollegium des Jüdisch-Theologischen Seminars (Fraenkelsche Stiftung) Breslai, Wallstraße 14. DAVID WOLFSBERG b"T Es ist uns ehrenvolle Pflicht in diesen Blättern eines Mannes zu gedenken, der von uns gegangen ist: — David Wolfsbergs, des Vaters unseres Freundes und Führers, Oskar Wolfsberg. Der Name Wolfsberg ist mit der. Entwicklung des deutschen Misrachi und seiner Zeitschrift unlösbar verbunden. Wir wissen, mit welchem warmen Interesse der Verstorbene unsere Bewegung verfolgte, der sein Sohn seine ganze Kraft widmete. Die Schlichtheit dieses Mannes und sein stilb- Charakter hielten ihn davor zurück, in dei Oeffentlichkeit sich zu betätigen. Um so größer war seine Wirkung im kleinen Kreise, insbesondere im Kreise seiner Familie. Wer Gelegenheit hatte, mit David Wolfsberg zu Sprecher oder Briefe von ihm zu lesen, merkte schnell, daß ps sich hier um einen Mann handelte, der um sein Judentum rang und sich mehr und mehr von ihm erfüllen ließ, um dann sein Haus zu einem jüdischen zu gestalten. Er hat noch erlebt, daß eines seiner Kinder nach Erez Jisrael übersiedelte. Selbst das Land mit Augen zu sehen, war ihm nicht vergönnt. Möge es seinen Angehörigen, denen unsere Anteilnahme gilt, vergönnt sein, bald im wieder erstehenden Erez Jisrael sich vereint zu sehen! Verantwortlich für die Redaktion: Alexander Adler, Berlin N 54, Rosenthalerstr. 55 — Verlag des „ZION": Berlin N 54, Rosenthalerstr. 55. — Druck: Fürst, W30 Goltzstr. 26 / Auflage 1500