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Zion · 1934-01-01 · 1 (1.1934) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
6 (1934)
Issue
1 (1.1934)
Date
1934-01-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1 Z I 0 N Seite 11 Frankfurt am Main. Im Rahmen einer Tagung des Brit Chaluzim Datiim und des Brit Hanoar in Frankfurt a. M. fand im überfüllten Saale des Philanthropin am 30. Dezember eine öffentliche Kundgebung des Zeire-Misrachi statt, auf der Rabb. Dr. Hoffmann und Erich Rosenblüth über: „Erez Jisrael und die jüdische Jugend" sprachen. Rabb. Dr. Hoff mann ging auf die schwierige Situation der Judenheit in den einzelnen Ländern des Ostens und des Westens ein und stellte fest, daß unsere Hauprkräfte heute auf Erez Jisrael gerichtet sein müssen. Doch werde das, was wir schaffen, nur dann Bestand haben, wenn jüdisches Leben in diesem Lande herrschen werde, wenn eine wirkliche Neuorientierung, eine Rückkehr zu den Quellen des Judentums und zu den jüdischen Lebenszielen vor sich gehen werden. Gerade die jüdische Jugend Deutschlands, die am tiefsten die innere Umwandlung an sich erfahren hat, ist berufen, auf diesem Wege voranzugehen. Nach diesen mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen sprach als Vertreter der Jugend Erich Rosenblüth. Er zeigte, daß die religiöse Jugend eine Schuld wiedergutzumachen habe, indem sie nur dann auf die anderen Kreise wird wirken können, wenn sie sich nun mitten hinein in das gemeinsame Werk stellt und durch die Existenz eigener, geschlossener Gruppen die Verwirklichung ihres Ideals zeigt. Sie müsse vor allem die heute bestehende tiefe Kluft zwischen Arbeiterschaft und religiöser Judenheit überwinden, denn gerade eine Rückkehr zu einem wieder das ganze Leben umfassenden Judentum fordere eine Neuformung der sozialen Beziehungen im Geiste der Tora. Die wohlgelungene Veranstaltung, zu der Hunderte von Menschen keinen Einlaß mehr fanden, wurde von dem hebräischen Chor des Brit Hanoar umrahmt. Hamburg. In Hamburg veranstaltet die Ortsgruppe gleichfalls einen Vortragszyklus. Als erster Referent sprach Herr Rabb. Dr. Altmann, Berlin, über: „Die geistige Gestalt des traditionellen Judentums". Wir werden über den Vortrag noch ausführlicher berichten. Am Schabbat, dem 3. Februar, berichtete Herr Alexander Adler, Berlin, über seine Palästinareise, von der er soeben zurückgekehrt ist. Am selben Schabbat sprach Herr Adler im Jugendheim beim Oneg Schabbat, der vom Zeire-Misrachi veranstaltet wurde, über „Schabbat in Erez Jisrael". Am Montag, dem 12. Februar, veranstaltet in Hamburg die Misrachi-Ortsgruppe gemeinsam mit dem Zeire Misrachi eine große Kundgebung, bei der die Herren Rabb. Dr. Hoffmann, Frankfurt a. MM und Isi Eisner, Berlin, sprechen werden. Leipzig. Der Zeire-Misrachi und Brit Chaluzim Datiim hielten vom 28. Januar bis zum 3. Februar eine Intensiv-Woche ab, über deren Verlauf in dem in dieser Woche erscheinenden Informationsblatt für unsere Vertrauensleute ausführlich berichtet werden wird. Hier sollen nur die Themen angegeben werden, die während der Intensiv- Woche in öffentlichen Vorträgen durch Mitglieder des Leipziger Zeire-Misrachi behandelt wurden. Am Eröffnungsabend sprach Josef Burg über: „Entwicklungsprobleme des deutschen Judentums". — Am Montag, dem 29. Januar, referierte J. Werczberger über: „Jüdische Gesellschaftsordnung". Am folgenden Abend sprach derselbe Referent über: „Erhaltung und Aufbau (Warum sind wir nicht im Hechaluz"). Ueber: „Volk und Land (Esra und Nechemja Rabbi Jochanan ben Sakkaj)" referierte Jakob Schereschewsky. — Am Donnerstag, dem 1. Februar, hielt Josef Burg einen Vortrag über den „Weg der religiösen Jugend". Ein öffentlicher Oneg Schabbat (300 Anwesende) und eine Kundgebung am Mozae-Schabbat, in der Dr. Schimon Schereschewsky über: Tora Waawoda sprach, bildeten den Abschluß der Intensiv-Woche, die viel zur Vertiefung und Verlebendigung der misrachistischen Arbeit beigetragen hat. Magdeburg Am Sonntag, dem 21. Januar, fand die Generalversammlung der Misrachi-Ortsgruppe statt. Besonders zahlreich war die Misrachi-Frauengruppe Magdeburg vertreten. Der Vorsitzende, Herr Herz, wies in seinem Jahresbericht auf die Schwierigkeiten hin, unter welchen die Tätigkeit der Misrachi-Gruppe zu leiden hatte. Es fand eine eingehende Aussprache über die künftigen Möglichkeiten misrachistischer Arbeit statt, für die Herr Eisner einige Anregungen geben konnte. Die Mitglieder der Misrachi-Frauengruppe 1er-

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