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Zion · 1933-12-01 · 11-12 (12.1933) · p. Seite 108

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
11-12 (12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 108 (sequence 18)
Language
German
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Seite 108 ZI O N Nr. 11*12 hier tut die metaphysische „Innenschau" not. Aber die Innenschau ersetzt nicht die Wissenschaft. Der Wilnaer Gaon benötigt den Baal Schern und umgekehrt! Notizen. n>DiB3ip) vpnai twa ,-ijno moS jtap moSn rYQTlÖ vi nxa (n*ai»»nrt »isdd ninpcei m'jan T-'aroD .vsnn .cSwvp / ]«i S .o .2 Der bekannte Ganica-Forscher, Dr. Benjamin Lewin in Jerusalem, hat einen glücklichen Griff getan, indem er aus von ihm erkannten alten Handschriften, das bisher völlig verschollene, hochbedeutende halachische Werk der frühesten Gaonenperiode zum Teil rekonstruiert und jetzt der Oeffentlichkeit übergeben konnte. Dem Text der Methiboth 'r-2 gent eine glänzende, bis ins Einzelne durchgearbeitete Einleitung voraus, in deren 10 Kapiteln sämtliche hier auftretenden Probleme meisterhaft behandelt werden. Nur ein Kenner der gaonischen Literatur, wie es der Verfasser ist, konnte diese Arbeit leisten, den ganzen Fragenkomplex so beleuchten und klar darstellen. Dr. Lewin liefert den überzeugendsten Beweis, daß die beiden berühmten talmudischen Hochschulen Babyloniens, Pumpeditta und Sura, zwei verschiedenen Ueber- Heferungen folgten. Die erste, der des babylonischen Talmuds, währed die andere der des jeruschalmischen. In Sura war es auch, wo zuerst das Bedürfnis entstand, sogenannte npirs ru^n abzufassen. Dort entstand der Gedanke der Abfassung eines halachischen Thesaurus, der beide Talmude in sich vereinigen sollte. Dort sind die vom Verfasser zum Teil veröffentlichten ~i2\-v? entstanden, die noch vor den Gaonim Rabbi Jizchak bei? Aba Mar, Verfasser des Ssefer Haittur, . Rabbi Jizchak Alfassi, sowie den Verfassern des Eschkol, Pardes und Nachmanides im Original vorgelegen hatten und von ihnen oft zitiert wurden. In späteren Jahrhunderten war das hochwichtige Werk völlig verschwunden. Die Methiboth sind in der Art des Alfassi abgefaßt, bringen aber immer bei jeder Sugja, die halachisch abgeschlossen wird, auch die Parallelstelle aus r^m jeruschalmischen Talmud. Sie enthalten auch viele Textvariationen. Vor ungefähr 10 Jahren entdeckte Dr. Lewin in der Bibliothek des Theological-Seminary in New-York zwei lose Blätter dieses Werkes und später weitere Fragmente in den cnjrlisrhpn und sonstigen bedeutenden Privatbibliotheken, die das Material zu dieser Veröffentlichung lieferten. Von kaum minderer Bedeutung ist seine hinzugefügte Veröffentlichung des Ssefer Chefez, des Gaon Raw Chefez ben Juzliach, dem auch eine sehr wertvolle Einleitung vorausgeht. Für diese außerordentliche Bereicherung unserer Literatur wird das dafür interessierte Publikum der Talmudisten dem gelehrten Verfasser tiefsten Dank wissen. Wir sagen: wii1"7 V- K '\ Berlin, im Teweth 5694. Dr. S. Grünberg. Eine neue religiöse Schule in Tel-Aviv. In der neugegründeten religiösen Schule „Moriah" wurde mit dem Unterricht am 22. Oktober 1933 begonnen. Die Gründung der Schule entspricht den immer dringender werdenden Wünschen weiter Kreise der Bevölkerung Tel-Avivs, welche durch mancherlei traurige Verfallserscheinungen im religiösen Leben dieser Stadt in steigende Besorgnis versetzt sind. Die neue Schule will die Jugend zu bewußt thoratreuen, im Lande verwurzelten Menschen erziehen und so das Ihrige zur Stärkung des überlieferten Judentums im neuen Jischuw beitragen. Der Unterricht in den jüdischen und profanen Disziplinen erioigl nach modernen pädagogischen Methoden. Die Erfahrungen, die das thoratreue Schulwesen in Europa, insbesondere in Deutschland, im Laufe der Jahre gesammelt hat, sollen, angepaßt den besonderen Verhältnissen und Bedürfnissen des Landes, weitgehend verwertet werden. Die Unterrichtssprache ist hebräisch. Für neueingewanderte Schüler, die der hebräischen Umgangssprache noch nicht mächtig sind, wurden besondere Hilfskurse und Förderklassen eingelichtet. Um die individuelle Gestaltung des Unterrichts zu gewährleisten, kann in jede Klasse nur eine beschränkte Anzahl von Schülern aufgenommen werden. Es empfiehlt sich daher, die Anmeldung von neuen Schülern und Schülerinnen sobald wie möglich vorzunehmen. Zuschriften sind an die Leitung der Schule „Moriah", Tel-Awiw, Allenbystr. 92, Haus „Jasha Heifez", zu richten, die auch zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. Verantwortlich für die Redaktion: Alexander Adler, Berlin N 54, Rosenthalerstr. 55 — Verlag des„ZION": Berlin N54, Rosenthalerstr. 55. — Druck: Fürst, W30 Gpltzstr. 26

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