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Zion · 1933-11-01 · 9-10 (11.1933) · p. Seite 89

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
9-10 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 89 (sequence 23)
Language
German
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Nr. 9-10 Z I O N Seite 89 Eltern zu unterstützen. Ich glaube, daß dies im Anfang ohnehin nur in Ausnahmefällen möglich ist. Später wird von Seiten des Kibbuz etwas gesechehen können. Wir müssen aber diese Schwierigkeiten überwinden, um diesen Plan unbedingt zu verwirklichen. Jeschiwah-Zentrum (Efraim Adler). Ich habe den Eindruck, daß man noch nicht die richtige Einstellung zur Jeschiwah hat. Die Jungens, die mit 14 Jahren aus der Schule kommen, können wir noch nicht auf Hachscharah schicken, außerdem müssen wir in religiöser und jüdischer Hinsicht mehr verlangen. Wir müssen uns auch klar sein, daß die Menschen von 15 bis 17 Jahren, die Menschen sind, die in den nächsten Jahren die Arbeit hier übernehmen müssen. Ich glaube, daß man mit der Kinder- Alijah nicht so ohne weiteres einverstanden sein sollte. Praktisch handelt es sich darum, daß in Frankfurt 30—35 Chawerim eine jüdische Grundlage gegeben werden kann, d. h. 5 Prozent des Bundes, und es ist klar, daß diese für die Gestaltung der Arbeit später etwas bedeuten können. Genau so wichtig wie die Tarbutharbeit für die Chawerim, ist diese für die Chaweroth. Wir werden versuchen, in Berlin die Möglichkeit zu schaffen, ein Mädchenseminar zu eröffnen. Führer-Seminar (Mosche Ünna). Das Führerseminar soll so durchgeführt werden, daß während eines halben Tages körperlich und in der anderen Hälfte geistig gearbeitet wird. Es wird auf dem Gehringshof stattfinden. Es kommen etwa 12 Teilnehmer in Frage. Die Proportion zwischen Jungens und Mädchen ist eine rein personelle Frage. Als Alter kann man 18 bis 20 Jahre angeben. Die Chawerim sollen möglichst nicht zu jung sein. Unsere Stellung zu den religiösen Chawerim innerhalb des Hechaluz (Menachem Rau). Wenn wir unsere Stellung zum religiösen Kreis innerhalb des Hechaluz festlegen wollen, müssen wir von der tatsächlichen Lage ausgehen. Es gibt innerhalb des Hechaluz eine ganze Reihe von Menschen, die auf unserem Standpunkt stehen. Diese Menschen werden dem religiösen Judentum verloren gehen, wenn wir nicht ein Mittel finden, sie zu halten. Man versucht heute innerhalb des Hechaluz, diese Menschen zusammenzufassen. Man will sie nicht nur in der Hachscharah konzentrieren, sondern sie auch drüben in Kibbuzim zusammenschließen. Wir müssen einen Weg finden, um diese Menschen von der Unrichtigkeit ihres Handelns zu überzeugen. Unsere Pflicht ist es, uns dieser Chawerim anzunehmen und ihnen den Weg zu uns zu ebnen. * Schlußwort (Mosche Unna). Ich möchte zusammenfassend sagen, was mir als wesentlichstes Ergebnis der Pegischah erscheint. Meiner Meinung nach ist noch nicht genügend zum Ausdruck gekommen, daß die Zusammenfassung der religiös-chaluzischen Jugend erfolgt ist. Wir müssen kennzeichnen, daß wir hierin einen großen Erfolg der Pegischah sehen. Wir erhoffen hiervon einen starken Auftrieb für unsere Arbeit und daß hier das Kräftezentrum für die kommende Arbeit liegen wird. Ich möchte feststellen, daß wir folgende Prinzipien aufstellen und daß wir uns auf folgende Arbeitsgebiete, als die Arbeitsgebiete der nächsten Zeit konzentrieren werden: Hachscharah in ihren beiden Teilen: Hachscharah gufanith und Hachscharah ruchanith. Wir wollen uns bemühen, eine systematische Hachscharah gufanith durchzuführen, unter Zugrundelegung der Notwendigkeiten Erez Israels. Wir betrachten als geeigneten Weg hierfür die Zusammenfassung von größeren Gruppen, in deren die Möglichkeit sein wird, die Arbeit in einer Weise zu leiten, daß die Prinzipien unserer Arbeit richtig zum Ausdruck kommen. Wir bemühen uns, die Hachscharah zu erweitern und dabei landwirtschaftliche und gärtnerische Hachscharah in den Vordergrund zu stellen. Zur Ermöglichung der Durchführung dieser Arbeit proklamieren wir die Abhaltung des Führerseminars, in welchem die Menschen herangebildet werden, die dann führend in der Arbeit stehen sollen. Die Hachscharah tarbutith soll verstärkt und vertieft werden in dem Sinne, wie es in dem Referat von Erich Rosenblüth umschrieben wurde. Als Mittel dafür sollen die Blätter des Brith Chaluzim Dathiim ausgebaut werden, sodann eine programmatische Broschüre herausgegeben und schließlich ein hebräisches Lesebuch zusammengestellt werden, das als Material für Tarbutharbeit dienen kann. Ein wichtiger Teil der Tarbutharbeit soll die Zusammenfassung einer Reihe von Jüngeren auf der Jeschiwah in Frankfurt sein. Für Mädchen soll ein Mädchenseminar eröffnet werden, das den Chaweroth die Möglich-

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