Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 5 (1933)
- Issue
- 6 (7.1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 55 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 6 ZION Seite 55 über, wie sie in der Volksschule „Talpioth" unter der verdienstvollen Leitung von Dr. Aleschkowski gelebt und gelehrt wurde. So baute man im Jahre 1929 das Schulwerk um vier Gymnasialklassen aus, deren erfolgreiche Absolvierung das Recht zur Aufnahme an der Universität mit sich bringt. Die finanziellen Lasten zur Unterhaltung des Institutes werden in fast ihrem ganzen Umfange von den Eltern der die Schule besuchenden Kinder getragen und durch Spenden bestritten, die von den Gönnern dieses Schulwerks, die seine Wichtigkeit erkannt haben, aufgebracht werden. Um aber auch solchen Kindern, deren Eltern durchaus nicht in der Lage sind, das Schulgeld für sie zu bestreiten, die Möglichkeit zu schaffen, das Gymnasium „Talpioth" zu besuchen, wurde ein Stipendium-Fonds gegründet und eine Vereinigung gejbildet, die sich die Aufgabe gestellt hat, Menschen zu gewinnen, die einen jährlichen Beitrag — nicht unter 1 Pfd. Sterling — dem Gymnasium zur Verfügung stellen. Neben dem eigentlichen Schulprogramm, das vollkommen dem eines deutschen Lyzeums entspricht, zusätzlich einer umfassenden Ausbildung in allen Fächern jüdischer^ Wissenschaft, haben die Mädchen noch die Möglichkeit, Kenntnisse zu erwerben, die sie speziell auf ihren Beruf vorbereiten. Es besteht die Möglichkeit, sich Kenntnisse für die Land- oder Hauswirtschaft anzueignen, Buchhaltung, Stenographie, Schreibmaschine und dergl. zu lernen. Genauere Informationen werden durch die Schulleitung, Tel-Aviv, Melchett-street 29, erteilt. Neue Mittelschule in Tel-Aviv. Im Herbst dieses Jahres wird in Tel-Aviv eine neue unabhängige 8-kIassige Mittelschule für Knaben und Mädchen eröffnet, die auf streng religiöser Basis aufgebaut ist. Die Schule soll prinzipiell parteilos geführt werden, es wird jedoch Wert auf eine religiös fundierte Erziehung gelegt. — Dem vorläufigen Komitee gehören die Herren S. L. de Beer, Benno Kohn, Dr. E. Michaelis und Dr. E. Schereschewsky an. Geeignete Lehrkräfte wollen sich bewerben unter: Tel-Aviv, B.O.B. 473.. Gottesdienst anläßlich der hohen Feiertage. Wie alljährlich veranstaltet auch in diesem Jahre die Berliner-Misrachi-Ortsgruppe gemeinsam mit der Berliner Zionistischen Vereinigung einen Gottesdienst in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meineckestr. 10. Karten können durch unser Büro, Rosenthaler Str. 55, Tel. Norden 1159 oder durch die Berliner Zionistische Vereinigung, Meineckestr. 10, direkt bezogen werden. Ferner veranstaltet die Bezirksgruppe Jannowitzbrücke der B. Z. V. gemeinsam mit uns einen Gottesdienst in den Räumen des Institutes Connard, Brückenstr. 6. Karten von 0,50 bis 3,— RM. sind bei Herrn Alfred Ordo, Wallnertheaterstr. Nr. 40, zu haben. Das Beth Hamidrasch „Moria", Rosenthaler Str. 55, begründet von Misrachi, veranstaltet auch wieder an den diesjährigen Hohen Feiertagen in seinen Räumen einen Gottesdienst. Kartenbestellung im Misrachi-Zentralbüro, Berlin N54, Rosenthaler Str. 55, Tel.: Norden 1159. Das Büro des Brith Chaluzim Dathilm befindet sich in den Räumen des Misrachi-Zentralbüros, Berlin N54, Rosenthaler Str. 55, Tel.: Norden, Dl, 1159. — Die Leitung liegt in den Händen der Herren Dipl.-Agr. Moses Unna und Leo Zitronenbaum. Das Paiästlna-Informatlonsbucti (von Arthur Holzer und Rudolf Seiden) Vertrieb für Deutschland: Berlin. Buchhandlung: Rosenbaum, Meinekestr. 10. Auf 110 Oktavseiten informiert das Buch über alle Fragen.des neuen Palästina. Der Leser gewinnt einen guten Ueberblick über Land und Verwaltung, Kultur und Wirtschaft, Ansiedlung und Uebersiedlung, Reise und Verkehr. Ein besonderer Abschnitt beschäftigt sich mit dem Zionismus und der zionistischen Organisation. Zum Schluß ein Verzeichnis der wichtigsten hebräischen Wörter und Begriffe sowie eine Landkarte.