Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 5 (1933)
- Issue
- 4-5 (5.1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 39 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4*5 5U Ö Seite 30 Führung, ihre künftigeil Zöglinge heilsäffl zu beeinflussen und in ihr Hetz Liebe und Treu? /ü Unserem religiösen Vätererbe zü pflanzet!. Seit Begründüng der Anstalt habeil 113 Schülerinnen das Abgangszeugnis (Diplom) orhalten* etwa die Hälfte dieser Absölveiitihnen hat Anstellung im Schüldiettst erhalten, 10 studieren an Universitäten, 10 bilden sich in der Landwirtschaft aus, 23 haben sich verheiratet. Bereits im vorigen Jahre War die materielle Lage der Anstalt außerordentlich schwierig, »lhd nur dank der hohen Öpferwiliigkeit der Lehrer, die äüs Berufsidealishiüs Und aiis Anhänglichkeit an die Anstalt äüf einen großen Teil ihres Gehalts verzichtet haben, ist es gestückt, den Sehülbetrieb aufrechtzuerhalten. Es i-it jedoch schlechterdings unerträglich, diese Belastung den Lehrern auch weiterhin zuzumuten, und es muß unverzüglich eine Hilfeleistung seitens derjenigen Krei .3 einsetzen, welche die Bedeutung sowie die Stellung unseres Lehrerinnenseminars innerhalb des gesamten Erziehungswrerks in Erez Jisroel zu würdigen wissen. Zu Beginn des gegenwärtigen Schuljahrr ist dem Seminar ein besonderes Kuratorium beigegeben worden, dessen Aufgabe in dem inneren Ausbau des Instituts und in der Aufbringung der finanziellen Mittel zur Deckung des Etats bestehen soll. Die Mitglieder dieses Kuratoriums sind die Herren: Raw Berlin, Raw Bermann, Rabb. Dr. Bleichrode, Dr. J. Engel, Univ.-Prof. Dr. S. Klein u. a. An der Spitze des Kuratoriums stehen die Herren: Rabb. Dr. A. Liebermann, Vorsitzender, Raw A^saph, Kassen-Verwalter, und Dr. M. Seidel, Sekretär i. Ehrenamt. Das Kuratorium ist bestrebt, das Interesse jener Gesinnungsgenossen zu gewinnen, die in der Lage sind, unsere so bedeutsame Institution zu stützen, insbesondere will es um Stipendien für unbemittelte befähigte Schülerinnen werben, die aus Geldmangel nicht im-;tande sind, ihr Studium an unserer Anstalt fortzusetzen und abzuschliessen. Besonders drückende Sorge bereitet uns, neben dem Etat, die Frage der Schullokalität. Das Seminar besitzt kein eigenes Schulhaus, ist vielmehr in gemieteten Räumen untergebracht, die ursprünglich nicht für Schulzwecke gebaut worden sind. Seit seiner Begründung waren wir gezwungen, das Schullokal dreimal zu wechseln, ohne indessen das passende gefunden zu haben. Wir harren darum eines oder mehrerer Gönner, die bereit wären, ihrem Namen durch Errichtung eines Schülgebäudes für das Mls* rachi ■> Lehrerinnensehiinaif, ein dätierüdefr gesegnetes Andenken zti sichern. Misrachi Lehrer-Seminar zu Jerusalem. Direktor M. Lipschüt^i Adfesse: Jerusalem, P\ Ö. Ö. 50Ö. Unterrichtsfächer: (in allen 3 Klassen): Mischnäh, Talmud und Kommentare, Einleitung irt den Talmud, Anschauungsunterricht im Talmud, Midräsch, Aramäisch, T'ttäch, jüdische üttd allgemeine Geschichte, Hebräisch, iriitteiäiterliche Literatur, Psychologie, Pädagogig, Öeschichte der Pädägdgik, prdktischer Anschauungsunterricht, Einleitung in die Philrisdphie, Hygiene, Physik, Chemie, Naturwissenschaft, Mathematik, Geographie, Englisch, Zeichnen, Gesang, Gymnastik, arab. Handarbeiten f, Gruppen. Lehrzeit: für Deutsche 5 Jahre. 5 Klassen eines Deutschen Gymnasiums oder einer Realschule befähigen zum Eintritt in die 1. Klasse des Seminars; 6 Klassen in die 2. Klasse des Seminars; 7 Klassen in die 3. Klasse des Seminars. Absolventen eines Seminars, Gymnasiums oder Realgymnasiums in Deutschland weTden in die vierte Klasse aufgenommen, nur in Ausnahmefällen in die fünfte. — Die Aufnahmeklasse wird in jedem Falle bei Eintritt de» Schülers in die Anstalt festgesetzt. — Von entscheidender Wichtigkeit sind die Talmud- Kenntnisse. Schüler ohne Talmud-Kenntnisse können nur sehr schwer mitkommen. — Soweit die Schüler talmudisches Wissen haben, wird die hebräische Sprache keine Schwierigkeiten machen. Aufnahme-Bedingungen: Abgangszeugnis der Schule, Zeugnis über religiösen Lebenswandel. Das Schulgeld beträgt jährlich £ 10. — (Teilerlaß auf besondere Empfehlung des Misrachi- Zentralbüro, Berlin). Es muß eine notarielle Verpflichtung der Eltern beigebracht werden, Studienkosten und Lebensunterhalt des Seminaristen während der Studiendauer zu bestreiten. Die Aufnahme kann sofort erfolgen. Ein vorhergehender Aufenthalt im Lande ist nicht nötig. Einreisegenehmigung kann durch die Seminarverwaltung erwirkt werden. Internat: Ein Internat soll demnächst eröffnet werden. — Das Internat soll den Schülern eine gesunde, jüdische einwandfreie Atmosphäre im eigenen Heim verschaffen und vor .allem durch Schaffung eines gesetzestreu->