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Zion · 1933-01-01 · 1 (1.1933) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
5 (1933)
Issue
1 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1 ZtON eitlen gegründeten gedanklichen Unterbau zu geben. Es ist gut, daß durch die Gründung ihres Verbandes die Arbeit unserer Frauen so sichtbar wird, daß sie aus dem Palästinawerk nicht mehr weggedacht werden kann. Es ist ein hervorragendes Zeichen für die Kraft unseres Werkes und seiner Ideej daß nun nach den Männern und Zeirim auch die Frauen fest organisiert in den Kreis eintreten. Zu diesem Schritt nötigt nicht nur das Interesse in unserem Herzen, sondern vor allem auch die Situation in Erez Israel. Sie haben das Schicksal der Mädchen in erster Reihe zu betrauen, aber diese Aufgabe läßt sich nicht von dem Ganzen} dem wir mit Ihnen dienen, loslösen, und so konvergieren unsere Wege. Natürlich pflegen wir die politischen Gesichtspunkte stärker. Wir erinnern uns dankbar der wertvollen Arbeit der Frauen in den letzten Jahren und rühmen die außerordentlichen Anstrengungen der Hamburger Frauen und ihrer Führerinnen. Was wir gemeinsam schaffen werden, gibt uns die Erwartung guten Gelingens. Denn was, von uns inaugxtiriert und beeinflußt, drüben gemacht wurde, gedeiht, der Kibbuz Rodges entwikkelt sich, die höheren Schulen, die wir subventionieren, werden durch unsere Beiträge in ihrem schweren Existenzkampfe verteidigt und vor Ernstem bewahrt. Wir müssen Erez Israel im Denken und Wirken in den Mittelpunkt stellen. So wenig wir für eine nationalreligiöse Idee schlechthin werben, die im Unbestimmten bleibt und nicht im Aufbau Erez Israels gipfelt, so wissen wir andererseits doch, wie wichtig es ist, daß die misrachistische Welt in Ihnen und uns wächst und reift und uns als Juden erhöht. Unsere Frauen haben großenteils die Etappe übersprungen, die viele Männer als Durchgangsstudium kennengelernt haben: die Etappe der Gemeindearbeit auf dem Weg vom Hause zum Volk. Nun wird uns die Akti/ität der Frauen im Dienst der Nation wiederum das Haus, die Familie festigen, und so schließt sich der Kreis, und unsere Kinder werden durch das Vorbild von Vater und Mutter den Weg nach Erez Israel, zum Misrachi sicherer finden. Daran schloß der Redner herzlichste \\ flusche namens der Landeszeutrale der UMLOD. Die erste Tagung der Mlsrachi Frauen-Orgaisatlon in Europa. Von Ella Blau. Am 2. und 3. Januar fand in Berlin die erste Tagung der Misrachi-Frauen-Organisation statt, bei der außer den deutschen Gruppen Holland, Tschechoslovakei und Schweiz vertreten waren. Die eigene Note dieser Tagung war die ungewöhnliche Lebendigkeit, bei starker innerer Sicherheit als Unterton. Das macht: die meisten von uns fingen in diesen Beratungen wieder dort an, wo wir vor den Kriegs- und Inflationsjahren aufgehört haben, und erlebten die Tagung wie einen geistigen Jungbrunn. Lange, viel zu lange haben wir Misrachistinnen uns mit indirekter Arbeit begnügt, jetzt endlich sollte alle lang zurückgehaltene Energie eingesetzt werden und für unsere eigensten Ideale, religiöse Erziehung unserer Kinder in Erez Israel, gearbeitet werden. Der alte Vorwurf, daß es in Erez manchmal schwerer ist, Kinder religiös zu erhalten, als in Berlin oder Kiel, trifft uns Misjrachi-Frauen in erster Linie, und der Wunsch, diese Dinge in unserem Sinne zu regeln, war die Triebfeder aller Verhandlungen, ohne daß es hierüber zu irgend einer Diskussion kam. Ueber alle Grundfragen herrschte geschlossene Einmütigkeit; es zeigten sich allerdings in der Betonung und Nuancierung Meinungsverschiedenheiten, die interessant und ohne große Schwierigkeiten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen waren. Das nimmt wohl wunder, wenn man bedenkt, un:er welchen großen persönlichen Opfern manche der Delegierten zu der Tagung gekommen waren. Die tschechoslovakischen, holländischen und schweizer Delegierten brachten reiches Material und anregende Gesichtspunkte in die Diskussion. Geleitet wurde die Tagung von je einer der Delegierten aus Berlin, Hamburg .und Breslau. Neben Frau Grete Barth war Frau Dr. Rabin eine besonders interessante, souveranic Disku.-sionsleiterin. Wer von uns schon de.> öfteren m Tagungen teilgenommen hat, war überrascht über den vornehmen, gelassenen Ton bei gleichzeitiger Freimachung der verschiedenen, durchaus eigenwüchsigen Temperamente. Besonderer Dank gebührt den Herren dzs Berliner Zentralbüros, die uns in allen technischen Dingen entlasteten und uns stillschweigend als ehrliche Weggefährtinnen zu dem gemeinsamen Ziele anerkannten und unterstützten. Der Erfolg der Tagung ist unbestreitbar. Eine Mftsrachi-Frauen-Organisatiou ist für Europa gegründet worden mit Sicherungen nach verschie-

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