Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 5-6 (5.1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 47 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5/6 Z I 0 N Seite 47 Programm des Misrachi und Zeire-Misrachi zum XVII. Kongress Das Ziel des Misrachi ist die Schaffung der nationalen Heimstätte für da» jüdische Volk in Erez-Israel auf dem Boden der Thöra. In dieser Synthese von jüdischem Volk, jüdischem Land und jüdischer Lehre sieht der Misrachi die ideale Lösung des Judenproblems. Gemeinsam mit allen zionistischen Gruppen führt er die Propaganda zur Erweckung des Volkes zum Verständnis seines Volkstums, die zionistische Organisation will er zum Verständnis der alten, auf jüdischer Tradition beruhenden Kultur leiten. Für die gegenwärtige Lage des Zionismus ergibt sich aus unserer Grundeinstellung: I. Träger unserer Volksbewegung muß die Gesamtheit des jüdischen Volkes werden. Dieses zu den höchsten ideellen und materiellen Leistungen für den Bau seiner Zukunft anzuspornen ist Hauptaufgabe zionistischer Propaganda. Sowohl in der inneren Arbeit, wie in der Propaganda nach außen, ist eine stärkere Betonung der moralischen und sittlichen .Grundlagen des Judentums notwendig, auf "denen die Einzigartigkeit unseresnicht nach Macht strebenden, sondern von der Kraft der Idee beseelten Werkes der Repatriierung des von seinem Heimatboden losgerissenen Volkes beruht. II. Der Misrachi hat die Verbreiterung der Basis unserer Bewegung durch die Erweiterung der Jewish Agency begrüßt. Die Agency ist indessen so auszubauen, daß sie anders als bisher die in ihr organisierten Menschen erfaßt und zu Opferwilligkeit und Hingabe erzieht. Ihre Verfassung muß demokratisiert werden, ihr Anteil an der Leitung in Einklang gebracht werden mit ihren tatsächlichen Leistungen. III. Ziel unserer außenpolitischen Arbeit ist, daß Mandatarmacht und Völkerbund der von uns zu leistenden ökonomischen, sozialen und kulturellen Aufbauarbeit vollen Schute und diejenige Unterstützung angedeihen lassen, zu der das Mandat sie verpflichtet. Hierzu gehört, daß die Einwandrung nicht nur nicht gehemmt wird, sondern daß die Entwicklung des Landes so durchgeführt wird, daß ein Maximum neuer produktiver Kräfte sein Betätigungsfeld findet. Die Kernsätze des Mandats sind in der künftigen Verfassung des Landes zu verankern. IV. Haben wir so die Freiheit unserer Arbeit für das im Mandat international bestätigte Ziel des Zionismus, so erscheint uns eine erneute Diskussion über die Frage zionistischer 'Zielsetzung unfruchtbar. Die endgültige Form unseres Gemeinwesens wird sich organisch entwickeln, wenn es gelingt, den Jischuw zu verwurzeln und unser Werk so,, zu führen, .da^,;« . die arabische Bevölkerung seinen Wert für die Wohlfahrt Palästinas erkennen lernt. . « V. .;• , ■ Hierzu gehört eine zielbewußte Führung, die, gestützt auf das Vertrauen "des Volkes;, .', sein historisches, verbrieftes Recht wahrt und sich freihält von jeglichem Chauvinismus und,, anderen Formen illusionistischer Politik. Eine wesentliche Aufgabe der Führung, erblickenwir in der Sammlung und Zusammenfassung der auseinanderstrebenden Kräfte der zionistischen Organisation, um ihre ideellen und materiellen Hilfsquellen zur vollen Entfaltung «u