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Zion · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. Seite 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
4 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 32 (sequence 14)
Language
German
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Seite 32 Z I O N Nr 3 '333 awvmn dki tn* »333 im* dok^ds D'sitfKin ok nnitana uk tn« sondern: o'3«So »:a n»3wm bk o»b>3k »33 13K. Auch im deutschen Teil sind viele u. z. T. unangenehme Fehler stehen geblieben, so Monolathrie, statt Morfolatrie; Genetiv von Mechanismus: Mechanismusses (!). Auch stilistisch ließe sich manches gegen eine Reihe Abhandlungen sagen. Manche gehen wie auf Stelzen. Die Nachahmung des Hirschsehen Stils scheint immer noch vielen erwünscht. Ueber diese Unart im Zusammenhang mit der Art zu denken, muß einmal im Zusammenhange gesprochen werden. Die gesammelten Aufsätze von Ro- Senheim können hier nicht eingehend gewürdigt und einzeln durchgegangen werden. Sie sind dem Leser des „Israelit", der Festschrift von Birnbaum etc. gut bekannt. Ganz allgemein gesagt: weniger wäre mehr gewesen. Bei aller Anerkennung der kraftvollen Gedankenführung in manchen Abhandlungen (ohne weitgehende sachliche Zustimmung) z. B. im Beitrage zur Orientierung im jüdischen Geistesleben der Gegenwart (Buber, Cohen, Klatzkin Is. Breuer), und zugegeben, daß es auch dem Gegner von Wert ist, die Aufsätze des Agudahführers über Agudah und Zionismus beieinander zu haben, und auch die trennungsorthodoxen Darlegungen (ideologisch und religionspolitisch) gesammelt zu sehen, so wenig Wert haben manche homiletische Betrachtungen, die Eintagsfliegen waren, und manche Beiträge, wie etwa „der Hamburger Konflikt", Teile aus der Sammlung „Abrahamitisches oder mosaisches Judentum", eine Reihe Frankfurter Spaziergänge und so mancher Nachruf. Das Werk trägt den Titel „Ausgewählte Aufsätze etc." Das Prinzip der Auswahl ist jedenfalls zu mitleidsvoll gewesen. Den einen oder anderen Aufsatz, der einst als Leitartikel im „Israelit" erschien, hielt ich s. Zt. nicht für eine Rosenheimsche Leistung. In den Nachrufen ist es R. trotz freundlicher Worte nicht gelungen, den Gegnern gerecht zu werden. Was er über Markus Horowitz und Nehemais A. Nobel S st nach ihrem Tode zu sagen weiß, ist wirklich unzulänglich. Dem Parteimann ist es immer schwer, den Gegner adäquat zu würdigen, aber er müßte doch fühlen, daß die sonst freigebig gespendeten Superlative seltsam gegen die Sparsamkeit in bestimmten Fällen kontrastieren. — Die Bände sind sorgfältiger durchgesehen als die Festschrift. Immerhin sind manche Zitate nicht kprrekt, zuweilen auch grammatisch, so p. 497, Öd1. II. — Die Ausstattung ist, wie es beim Verlag Kauffmann sich versteht, rühmeiswert und jetzt gewiß eine Tat. Oskar Wolfsberg. Ein Stück jüdischer Geschichte. (Bemerkungen zum Protokoll des 17. Kongresses). Ein halbes Jahr nach dem XVII. Zionistenkcingreß liegt — eine redaktionelle Leistung allerersten Ranges — als ein Band von 604 Seiten das Protokoll seiner Verhandlungen fertig vor. Das schön, gebundene, durch geschickte Druckanordnung und Papierwahl schmale Buch Beschlüsse des XVII. Zionistcnkongresses und ist viel mehr ein Steno ramm der Reden und der II. Council-Tagung der Jewish Agency. Abgesehen von den interessanten Materialien über die Schekelbewegung, die parlamentarische Zusammensetzung dieses Kongresses wie der Nachkriegskongresse überhaupt und anderes mehr, zeigt ein Blick in das reiche Sachregister, daß mit dieser Publikation auch diesmal wieder ein Quellen- und Informationswerk der zionistischen Literatur einverleibt wurde, auf das keine Bibliothek verzichten kann. 1 Alle zionistischen Vereine, Bibliotheken und Jugendgruppen, vor allem aber der einzelne Zionist, der mehr als die oberflächliche Belehrung der Tagespresse wünscht, müssen diesen zusammenfassenden Rückblick auf eine Periode der Bewegung zur Hand haben, die mit dem XVII. Kongreß abschließt und in grundlegenden Referaten neue Wege betritt. Sokolows meisterhafte Analyse der Lage, der große Rechenschaftsbericht Weizmanns über seine politischen Ideen und Aktionen seit dem Kriege, seine Auseinandersetzung mit Jabotinsky und die flammenden Reden dieser Antagonisten des Systems Weizmanns sind politische und menschliche Dokumente für alle Zeiten; die Perspektiven, welche die Referate Arlosoroffs und Ruppins für die Zukunft des Aufbauwerkes darlegen, enthalten wirtschafts- und finanzpolitische Leitlinien für Jahrzehnte; die Reden Motzkins über HerzI und die Zionistische Organisation und Rosenblüths Analyse dieses gewaltigen Instruments, das Herzl dem jüdischen Volk gab, stellen zusammen mit der erschütternden Umschau Jizchak Grünbaums über die jüdische Weltsituation erneut Anlaß, Aufgabe, Geist und Probleme der Bewegung dar, die in ihren Kongressen einen Querschnitt des letzten nationalen Freiheitskampfes gibt, mit allem Hohen und allem Zeitgebundenen. So rundet sich das Bild dieses einzigartigen Parlaments der Welt, dessen dramatische Verhandlungen immer einen Spiegel und eine abgekürzte Chronik jüdischen Lebens bedeuten, in diesem Buch zu einem neuen Kapitel der Voiks- Geschichte. Berichte über Veranstaltungen in verschiedenen Misrachi-Gruppen mußten aus Raummangel für die nächste Nummer zurückgestellt werden. 1 Stenogr. Protokoll der Verhahdlungert des XVlI. Zionistenkongresses und der zweiten Tagung des Councils der Jewfeh Agency für Palästina (Basel. Juli 1931) Schöner Halbleinenband M. 6.—, Ganzleinen M. 8.—. Durch alle Buchhandlungen, oder durch den Hauptvertrieb „Kedem' Berlin-Charlottenburg, Dahlmannstr. 8 zu haben. Verantwortlich für die Redaktion: Dr. S. Chononowicz, Berlin N 54, Rosenthalerstr. 55 - Verlag des \%k)N'': Dr. S. Chononowicz. Berlin N 54, Rosenthalerstr. 55. — Druck: Füist, W30, Goltzstr. 26

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