Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 3 (1931)
- Issue
- 12 (12.1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 115 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, ü ZIÖN Seite 115 j. Der deutsche Misrachi erkennt an. daß der Weg zur Reorganisation s.itens des Weltmisrachi beschritten ward:-, die Garantien für den Erfolg der Sanierung sind aber noch n cht gegeben. Sobald dieseauf dem Wege>der Verhandlungen emii'hi sind, ist die Wiedervereinigung geboten. 4. Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Wiedervereinigung mit dem Wehmi-rachi wieder möglich sein^ wird, erwählt der deutsche Misrachi für seine Betätigung bestimmt.' Arbeitsgebiet.' in Pa ästina: keineswegs ist dabei in Betracht zu ziehen, ob dies Arbeiten sind, die zugleich auch dem Merkas obli.gen. , 5. Es ist Mitglied.ern des deutschen Misrachi freigestellt, als Einzelpersonen dem Weis misrachi anzugehören. Zu 3. ist zu bemerken: Negativ. Teitelbaum ist aus dem Merkas ausgeschieden, desgleichen Eischmann. Er hat nur den Vorsitz, der Kulturorganisatiou. Wenn er den Vorsitz des kaum einmal im Jahre tagenden Waad haro-ehi inne hat. so ist dies von unwesentlicher Bedeutung. Das Ehrenamt k;<nn als Verbeugung gegenüber Amerika ■gelten, wo er bedeutenden Anhang hat. Positiva: Sirkis gilt als tüchtiger Fachmann und leitet die i'inanzm. Gegen Schapira vom Hapoel Hami-rachi dürlte kaum etwas einzuwenden sein. Es bestellt die Ordnung eines Büros; das sich durch die Rundhreiben dokumentiert. Man hat nun begriffen, daß der Merkas öffentliche Rechen-cha't schuldig;si. Berlin bereist Südafiika. organisiert den Misrachi und schafft Geld, woraus kaum ein Vorwurf hergeleitet werden kann. Ueber'iicße man das Feld nur Weizinann. so hätte die linke Arbeiterschalt etwas davon, was gewiß wichtig ist. wenig aber die unsrige. und die gehört auch zum Zio- •;i>;iK>. Zur Sanierung sieht man Ansätze. Es wird our sovie: ausgegeben als einkommt, was schon vi-; Forlx-liriu ist. Ein Teil des (.leides wird zur 1 >cckung der- Schulden verwandt, wofür >i.-h Sirkis Zu 4. führt Redner aus: Lifschitz bettelt um Gelder, weil er sonst das Seminar schliefen muß. Wenn sieb Wolfsberg aut Kibbuz Rodges ka;>- riz'cri. das gewiß über alle Maßen wichtig i-t. so hat er recht. Wir können aber nicht unsere ganze Tätigkeit auf eine ein/ige Sache ab-tenipein. .■.lau denke besonders an die Taehkcmjni-Miit.-lschuie in TeFAviy. Für die Volksschule wird auch Dr. Wo I fsber g nimmt zunächst zu der Breslaues- Resolution insoweit Stellung, als sie von den Darlegangi n und Vorbehalten abweicht, die er — Wollsberg — in der Unterhaltung Dr. Rabin gegenüber gemacht hat. De" Zu-i -heune;. d iß kein neuer Welt verband angestrebt werde, stand die nachdrückliche Acuß.rung gegenüber. daß der Zusammenschluß gleichg. sinntcr Land - mannschaften erwünscht sei. Die Art des Zusainmenschlu-ses sei von hoher Bedeutung. Die Wiedervereinigun-j mit dem Wehmi-rachi ist woh! a's Ziel a.izu-eheirdoch dürlte sie nicht übereilt werden. Gefährlich sei die Belastung der Tagung und ihrer Resolution mit Details als Voraussetzungen de" Wiedervereinigung. Wolfsberg sieht die Reformen im Merkas. die" Leistungen seiner Männer seit Basel, die veränderte Stellung Fischmanns und Teiteibaums in viel wc ige rosigem Licht als die Br.s'aue. Resolution. - Der Austritt und die Neuformierung des deutschen Misrachi stellen unsere Landsmannschaft auf eine breitere Basis. Diese Ausführungen beziehen sich nur auf die Vorgeschichte der Resolution. In den Hauptfragen will W. an einem späteren Zeitpunkte Stellung nehmen. Prof; Frankel: Wenn wir die Scheidung vollzogen haben, so bedeutet es noch lange nicht "eine Kooperation mit dem Merkas Olami, wenn wir Institutionen unsere Mittel zufließen lassen, zu deren Erhaltung der Merkas verpflichtet wäre,— umsomehr. als dic-,e Verpflichtung vielfach {'i. B. im Chinuch) schon seit Jahren nur auf dem Papier steht. Dr. G r ü n b e r g: Der Aufforderung, keine Apologetik für den Merkas zu treiben, können wir umsomehr Folge leisten, als wir darüber hinaus mit unserer Kritik nicht zurückhallen, denn es sinei vom Merkas viel mehr Feh'er gemacht worden, ak in der Jüdischen Rundschau (Artikel Dr. Wolfsberg) gesagt worden Ft. Diese Fehler waren, es ja. die uns oppositionell zum früheren MerkajJ .stimmten. Als ich vor sechs Jahren in Erez-IsraeJ war. wurde von vielen Seiten Klagen gehört, der Merkas erfülle nicht die Mission des Misrachi. Bei aller Kritik darf man aber nicht die guten Leistungen, die diese Männer in langjähriger rnisrachisiischer Arbeit vollbracht haben, totschweigen. Dies zu sagen, heißt keineswegs Apologetik treiben. Wir müssen und sollen zugeben, daß der Merkas auch Lobenswertes vollbracht hat. — Hier rühmt Redner besonders die Leistungen des Merkas auf dem Gebiete des Chinuch. — Auch die Opposition will Reinh. ii, Sauberkeit und- Ehrlichkeit im Misrachi und bekämpft in schärfster Form die Fehler des Merkas. aber ohne sich die Konsequenz des Austritts zu eigen zu machen. Die Jugend hat viel zum Entschluß des Ausiiities beigetragen. Sie war sich daher nicht immer des Ernstes dieses Beschlusses bewußt. Zwar ist der Austritt legal erfolgt, aber wir machen der Landeszentrale den Vorwurf, daß nachdem der Austritt in Basel nicht erklärt und auch späterhin damit lange gezögert wurde, sie. statt einen neuen Delegiertentag einzuberufen, um einen endgültigen Beschluß herbeizufuhren, den Austritt von sich aus erklärt hat. Prominente deutsche Misrachisten haben gewarnt, den Austritt, den auch sie lür unvermeidlich hielten, in dem jetzigen Zeitpunkt zu vollziehen. Ich nenne Rabbiner Dr. Holtmann, l'rankluil a. M. Die Landeszentrale hätte der Besprechung mit Raw Berlin, die nach dem Baseler Kongieß in Berlin stall fand, einige Misrachisun. von "denen sie wußte, daß sie den Austritt niehl mitmachten, hinzuziehen sollen. Für uns ist die Misrachiorgunisat ion der Rahmen, in dem alle-, was zionistisch-reiiglös geleis'.e; werden soll, eingeordnet sein muß. \ erteh.ungcu einzelner Führer dürfen nicht zur Zertrümmerung der Organisation führen. Was lür die zionistische O.ganisalion gih. muß auch für den Misrachi Geltung haben, ich warne vor der Gründung einer neuen Weltorganisation. Ist eine solche einmal gegründet, so ist Gctahr vorhanden, daß man sie nicht mehr aufgeben wird. Wir dürfen niehl unsere Kräfte überschätzen und keine großen Pläne entwerfen. Der deutsche Misrachi wird in dieser Zeit in seinen Leistungen nur sehr bescheiden sein müssen. Es muß eine Kommission eingesetzt werden, die die Bedingungen, die zu einer wirklichen Besserung im