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Zion · 1930-09-01 · 9 (9.1930) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
2 (1930)
Issue
9 (9.1930)
Date
1930-09-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ZION MONATS BLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND HERAUSGEGEBEN VOM ZENTRALBÜRO DES DEUTSCHEN M1SRACHI. BERLIN N 24 MON BIJ OD PLATZ 10 . REDAKTION: ALEXANDER ADLER, BERLIN. STÄNDIGER PALÄSTINENSISCHER MITARBEITER DR. ERNST SIMON, HAIFA. BEZUGSPREIS RM. 1,50 PRO QUARTAL. ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSGEBER ODER DURCH DIE POST Nr. 9. Berlin, September 1930. EUul 5690 II. Jahrgang In offener Opposition. Die Sitzung des Waad Haroschi des Weltmisrachi ist vorüber, sie hat nicht die Resultate gebracht, die wir im Augustheft des „Zion" in unserem Artikel ,,die Organisation des Weltmisrachi an einem Scheidewege" als unumgänglich notwendig für die Zukunft unserer Bewegung gekennzeichnet haben. Der oberste Rat unserer Organisation hat zwar erkannt, daß die Situation, in der sich die Bewegung befindet, unerträglich und kaum noch zu verschärfen ist, er hatte aber weder die Kraft, einen Ausweg aus der hoffnungslosen Lage der Oragnisation von sich aus zu finden, noch den Mut, vorgeschlagene radikale Wege zur Neugestaltung von Methoden und Wegen der Arbeit zu beschreiten. Daß der obersten Instanz des Misrachi Kraft und Mut fehlt, eine Gesundung seiner organisatorischen und finanziellen Verhältnisse herbeizuführen, ist tief bedauerlich, aber es wäre vielleicht für uns noch nicht Veranlassung, Konsequenzen einschneidender Natur in Bezug auf das Verhältnis des deutschen Misraehi (der holländische Misrachi denkt in pill diesen Dingen so wie wir) zur Weltorganisation zu ziehen. Aber auf der Sitzung des Waad Haroschi kam es klar zum Ausdruck, daß bei der überwiegenden Mehrheit der Organisation auch der Wille, das alte System der Arbeit, das in jeder Beziehung versagt hat, zu verlassen und n e u e W e g e, die eine Gesundung bringen können, auch nur zu suchen, nicht vorhanden ist. Und diese Tatsache wiegt schwerer, ihr gegenüber kann man nicht länger abwartend und geduldig zusehend sich verhalten, wenn man nicht selber die ganze Verantwortung für die Zerstörung des moralischen und finanziellen Kredits der Bewegung mit tragen will. Seit Jahren haben unsere Vertreter auf Weltkonferenzen und Waad-Haroschi- Sitzungen auf die Schäden in unserer Arbeit hingewiesen, haben gewarnt und versucht, durch Pläne auf organisatorischem und finanziellem Gebiet die Bewegung auf eine Bahn geordneter Geschäftsführung und innerer Gesundung zu führen. Es ist uns nicht gelungen auf dem Wege der üblichen parlamentarischen Opposition etwas zu erreichen. Wir sind gezwungen, schärfere Methoden (anzuwenden, um uns durchzusetzen und das Ansehen unserer Idee vor nicht wieder gutzumachendem Schaden zu bewahren. Im August-Heft des „Zion" haben wir auseinandergesetzt, worum es geht. Wir bekämpfen ein System, das nicht vermocht hat, propagandistisch auf Massen zu wirken, die eigenen Anhänger in die Arbeit einzuspannen, Leistung auszulösen auf geistigem oder 'aiuf materiellem Gebiet. Wir halten es für unmöglich, daß ein Merkas in seiner Gesamtheit wieder und wieder zur Leitung der Geschäfte des Misrachi berufen wird, trotzdem man sich klar darüber ist, daß seine Methode der Arbeit gescheitert ist. Wir empfinden es als unmöglich, daß man einer Leitung das ganze Jahr hindurch durch absolutes Nichtmitarbeiten auf allen Gebieten, besonders aber auf dem der Bereitstellung von Geldmitteln für die selbstbeschlossenen Arbeiten, die Durchführung eines Programms unmöglich macht, gleichzeitig aber die Erledigung dieses Programms verlangt. Wir halten es für untragbar, daß Vertreter eines Maximalprogramms in der Leitung bleiben und Forderungen durchzuführen versuchen, die nicht im Einklang stehen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln. Wir verlangen den Rücktritt derjenigen von der Leitung, die nicht verstehen, daß gerade bei einer Partei wie der

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