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Zion · 1930-08-01 · 8 (8.1930) · p. Seite 101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
2 (1930)
Issue
8 (8.1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 101 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 8 Z I 0 N Seite 101 Leben brauchen. Im Vordergrunde stehen-Sicherheit und Schnelligkeit. Stoffverteilung: Klasse I: 4 Stunden; Grundzahlen, auch schriftlich, bis 20; einfache Rechnungsarten. Klasse 2: 4 Stunden; Zahlen bis 100, Addition und Subtraktion bis 100, Multiplikation und Division bis 20. Klasse 3: 4 Stunden; die Zahlen bis 1000, Multiplikation und Division bis 100. Klasse 4: 4 Stunden; alle Rechnungsarten ohne Begrenzung. Klasse 5: 4 Stunden; die Maße, Flächeninhalt, der Flächeninhalt Palästinas, Münzen, Zeitmaße, Raummaße, praktische Rechen- und Meßarbeit. Klasse 6: 4 Stunden; einfache und Dezimalbrüche, Kopfrechnen und schriftliches Rechnen. Klasse 7: 4 Stunden; Regeldetrie und Prozentrechnung. Klasse 8: 4 Stunden; gemischte Gleichungen, allgemeine Wiederholung. X. Geometrie. Zielsetzung ist, den Schüler zu befähigen, die Raumkörper, die er im täglichen Leben trifft, geometrisch richtig zu bestimmen. Der Geometrieunterricht fällt in die Rechenstunden, ihm ist keine besondere Zeit zugewiesen. Stoffverteilung: Klasse 5: Gerade und krumme Linie, Abschnitt und Winkel. Stumpfe Winkel, Definition der Winkelarten etc. Klasse 6: Dreieck. Viereck, Rechteck, Würfel, Flächen und Inhalte. Klasse 7: Dreieckswinkel, das Verhältnis der Hypothenuse zu den Katheten, Parallelen. Klasse 8: Der Kreis, die Winkel und der Kreis, kongruente Dreiecke. Allgemeine Wiederholung. Die Synagoge in Tel-Aviv. Von Israel Chabas, stellv. Vorsitzender des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Jaffa-Tel-Aviv. I. Historisches. Sehr bald nach der Gründung Tel-Avivs dachte man daran, eine große Synagoge zu bauen. Vorläufig betete man in eine* Baracke auf der Jehuda-Halevystraße, sowie z. T. noch in den zahlreichen kleinen Bethäusern Jaffas oder in der Aula des Herzl-Gymnasiums. Im Jahre 5674 konstituierte sich ein Komitee, unter dem Vorsitz von Oberrabbiner Benzion U s i c I, das den Bau einer großen und allgemeinen, d. h. beiden, der aschkenasischen und sefardischen Gemeinde gemeinsamen Synagoge verwirklichen sollte. Schon wurde, auf einem Grundstück in der Jehuda- Halevystraße, in Anwesenheit des damaligen Jaffaer Raws Abraham Jizchak Kuck der Grundstein gelegt — als der Weltkrieg ausbrach und alle weiteren Arbeiten verhinderte. Nach der Besetzung Palästinas durch die Engländer beschloß die Stadtverwaltung Tel-Avivfc unter Vorsitz von Bürgermeister D i z e n g o f f am 28. Schwat des Jahres 5679 (1920) die Angelegenheit wieder aufzunehmen und ein neues Komitee einzusetzen. Dieses verkaufte das alte Grundstück und erwarb ein neues in der Allenbystraße. Die Vorbereitungen begannen. Die Stadt Tel-Aviv, der Keren Kajemeth (dieser mit einer Anleihe von 1600 Pfund) und andere beteiligten sich an der Aufbringung der Gelder. Im Jahre 56S2 konnte endlich ein Plan zweier jüdischer Architekten akzeptiert werden, der auch die Zustimmung des großen englischen Architekten G e d d e s, des Erbauers der hebräischen Vniversität Jerusalems, fand. So wurde der Grundstein feierlich gelegt; er enthält die folgende Urkunde: „Am Donnerstag, am 9. des Monats Cheschwan des Jahres 5682 nach jüdischer Zeitrechnung, 25 Jahre nach dem ersten Zionistenkongreß, 4 Jahre nach der Baltour-Deklaration, im 2. Jahre des ersten jüdischen Oberkommissars in Erez-Israel, wurde der Grundstein zu einer allgemeinen Synagoge in der ersten jüdischen Stadt „Tel-Aviv gelegt, im 12. Jahre nach ihrer Gründung. Die Mitglieder des Komitees und deren Stellvertreter. (Unterschriften.)'; Trotz dieses verheißungs\ ollen Anfanges sollten neue Schwierigkeiten entstehen. Von fachmännischer Seite wurde nämlich die Frage aufgeworfen, ob das Gebäude die projektierte Kuppel werde tragen können, und so wurden zahlreiche neue Beratungen und Messungen sowie schließlich die Hinzuziehung einer Berliner Kapazität notwendig, deren erster Kostenanschlag von 50 000 Pfund weit über die finanziellen Möglichkeiten hinausging. Bis ein zweiter, billigerer, wenn auch immer noch gewaltige Ansprüche stellender Kostenanschlag von 20 bis 25 000 Pfund vorlag, war weitere kostbare Zeit verloren und das Jahr 56S8 herangekommen. Unterdessen aber war ein neuer Vorschlag eines palästinensischen Architekten und Bauunternehmers eingelaufen, auf den man sich schließlich einigte. Der Bau schritt nun rasch vorwärts und wurde insbesondere durch eine weitere Spende des Barons Edmund Rothschild im Jahre 56S9 erleichtert, der damit seine Beteiligung an der Synagoge auf 3000 Pfund brachte.

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