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Zion · 1930-06-01 · 6-7 (6.1930) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
2 (1930)
Issue
6-7 (6.1930)
Date
1930-06-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ZION MONATS BLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND HERAUSGEGEBEN VOM ZENTRALBÜRO DES DEUTSCHEN M1SRACHI. BERLIN N 24 MONBIJOUPLATZ 10 REDAKTION: ALEXANDER ADLER. BERLIN DU. ERNST SIMON. JERUSALEM BEZUGSPREIS RM. 1.50 PRO QUARTAL- ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSGEBER ODER DURCH DIE POST Nr. 6/7. Berlin, Juni-Juli 1930. Siwan-Tamus 5690 II. Jahrgang Der Schekel des Jahres 5690. Gerade jetzt vor einem Jahr beendeten wir die Schekel-Aktion. die uns das Wahlrecht zum Züricher Kongreß gab. zum Kongreß, der im Zeichen der Erweiterung der Jewish Agency stand. Durch die Macht unserer Zahlen wollten wir unseren Freunden beweisen., wer wir sind und was wir sind: die auf demokratischer Grundlage sich freiwillig zu gemeinsamer nationaler Aufgabe zusammenfindende Vertretung des jüdischen Volkes, eine durch äußere organisatorische Form und durch ihren, moralischen und geistigen Inhalt zusammengefaßte Partei, die e i n Ziel vor Augen hat. auch wenn verschiedene Menschen auf verschiedenen Wegen zu diesem Ziel zu gelangen suchen. In dieser Schekelaktion waren unsere Augen zur Judenheit hingerichtet, i h r sollte die Masse der sich durch Schekelkauf zum Baseler Programm bekennder Juden etwas sagen. Heute stehen wir wieder in einer Schekel- Kampagne, aber wie so ganz anders gelagert sind heute die Dinge. Auf den Züricher Kongreß und auf die erste, gewaltig wirkende Agency-Tagung folgte der blutige Aufruhr der Araber gegen unser Werk und gegen seine politische Grundlagen, Balfour Deklaration und Völkerbundsmandat. Es folgte die Untersuchungskommission, der wir im Vertrauen auf die Reinheit unserer Hände und unserer Absichten mit Ruhe, fast könnte man sagen mit Freudigkeit, gegenübertraten — wie konnte es wohl anders sein, als daß diese Kommission der WTelt verkünden würde, daß 100 prozentig das Recht auf unserer Seite stehe und daß die einzige Möglichkeit der Verhinderung solcher Ausbrüche für die Zukunft darin bestehe, daß die englische Regierung mit aller Energie, mit aller ihr zu Gebote stehenden Autorität, sich einsetzt für Durchführung von, Bfelfour-Deklaration und Mandatsbestimmungen dem Wortlaut und dem Geiste nach, einschließlich derjenigen Bestimmungen, die dem Schutz der niohtjüdischen Rechte und Interessen zum Inhalt haben. Aber es kam anders. Die Kommission erstattete einen Bericht, durch den. wie ein roter Fadan. die völlige Verständnislosigkeit für die jüdiiah|en Forderungen und Rechte verfolgt werden kaion. V orschläge traten zu Tage, die nicht etwa das (Zdel haben, festzustellen, wie die englischen Verpflidhtungen unserem Volke gegenüber in Ehrlichkeiifcrwrid Loyalität durchgeführt werden können. ohneuaäch den Nichtjuden des Landes gegenüber die intißilandat enthaltenen Pflichten zu vernachlässigen, sbadern gerade das Gegenteil wird versucht, das Mandkcubid die von dem großen, auf hohe Ideale inobdaaif starkes Ethos sich stützenden Realpolitiker Bdidi.tr im Namen des englischen Volkes gegebaneJ-jZXisicherung wird theoretisch als Grundi^giKeVtglischer Palästina-Politik anerkannt, aber liainxie r Praxis durch Zuerkennen der Berechtijjüngiiiiist aller von den arabischen Führern aufgesteliiejgiEorderungen, die Durchführung der Errichtumgneiiies Nationalheims für das jüdische Volk ühmbglibh' gemacht. Gegen die Juden Durchfühtron^iiOtth des letzten Scheines eines Rechtes der rfaiüfeiscfoen Bevölkerung, gegenüber den Arabern Arofreruiöhg aller Möglichkeiten, die jüdischen Gruradfbchtebin der abgeschwächtesten Form, im geringstoHoitfusmbß, zur Durchführung zu bringen. Und cue-ilkiigjjsfihe Regierung erklärt durch ihren Premierminister iden Report der Kommission für Schlechtnau* niber die Kompetenzen hinausgehend, erklärt, l dbaßinsie festhalten wird an Baliour Deklaration umxilMsiirtötotts-

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