Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 2 (2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- Seite 28 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 28 Z I 0 N Nr. 2 Berlin. Gelegentlich der Anwesenheit von R a w Berlin und dem Präsidenten des polnischen Misrachi, Herrn Farbstein, fand eine Besprechung dieser beiden Herren mit den Vorsitzenden der Landeszentrale des deutschen Misrachi statt, in der die wichtigsten Tagesfragen des Misrachi besprochen wurden. Raw Berlin schilderte den Ernst der Lage des Misrachi im allgemeinen, sowie seiner Erez-Israel-Arbeit im besonderen und forderte von den beiden für die Misrachiarbeit wichtigsten europäischen Landsmannschaften, Polen und Deutschland, einen engeren Zusammenschluß, um den Gefahren, die unserer Arbeit aus der gegenwärtigen finanziellen Krise drohen, zu begegnen. Die Finanzlage des Misrachi wurde eingehend besprochen und kamen die Anwesenden dahin überein, daß der Versuch gemacht werden soll, ein Arbeitsprogramm gemeinsam aufzustellen. Berlin. Am 22. Februar findet die Generalversammlung der Berliner Misrachi-Gruppe statt, deren Aufgabe die Wahl eines aktiven und arbeitsfähigen Vorstandes sein wird. Die Arbeit in der Berliner Gruppe leidet seit Jahren unter dem Mangel an freiwilligen Hilfskräften gerade in der Leitung. Das außerordentlich große und dem Misrachi z. T. recht zugängliche Menschenmaterial in der Berliner Gemeinde bietet unserer Organisation die größten Möglichkeiten zur Entfaltung. Es ist aber unumgänglich notwendig, daß sich in der Millionenstadt Berlin eine größere Anzahl von Menschen bereit findet, die unter Opfern an Zeit und Energie bereit sind, an verantwortlicher Stelle mitzuarbeiten. Auch die in diesem Jahre stattfindenden Wahlen zu Gemeinde und Landesverband machen die Heranziehung aller Kräfte zu einem dringenden Er-f fordernis. Hoffentlich gelingt es auf der Generalversammlung die Grundlagen für eine neue und starke Organisation zu schaffen. Kiel. Ende Januar wurde in Kiel eine Misrachi-Ortsgruppen ins Leben gerufen, auf deren Gründungsabend 32 Beitrittserklärungen abgegeben wurden. Die Gründung wurde in Anwesenheit von Alexander Adler, Berlin, vollzogen, der in einem Vortrag eine Parellele zwischen früheren Zeiten der jüdischen Geschichte und der Jetztzeit zog und an dieser die Notwendigkeit aktiver Mitarbeit im Zionismus gerade für die orthodoxe Judenheit aufwies. Die lebhafte Diskussion zeigte, daß der Wille zur Mitarbeit im Kieler traditionellen Kreis vorhanden ist. Die Leitung der neuen Gruppe übernahm Herr B. Thurm, der auch die Vorbereitungen zur Gründung geleistet hatte. Die Gruppe soll besonders in der ersten Zeit von den Nachbargruppen Hamburg und Lübeck nach Möglichkeit unterstützt werden. Dortmund. Die vor wenigen Wochen neu gegründete Misrachigruppe ist die erste, die jetzt für ihre sämtlichen Mitglieder ein Sammelabonnement für den „Zion" beschlossen hat. Es ist dies besonders zu begrüßen und zur Nachahmung zu empfehlen. Nur wenn die Misrachisten laufend von den misrachistischen Problemen und Arbeiten unterrichtet bleiben, werden die Gruppen in die Lage versetzt, misrachistische Energie zu entfalten und unsere Gedanken auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Das Sammelabonnement für die Ortsgruppen wird zu ermäßigten Bezugspreisen, die bei der Redaktion zu erfahren sind, abgegeben. Köln. Anläßlich der Anwesenheit der „Habimah" in Köln veranstaltete der Zeire Misrachi einen Begrüßungsabend, der einen eindrucksvollen Verlauf genommen hat. Es ist ein schöner Beweis für die Aktivität und Kraft der Kölner Zeirim, die durch diese Veranstaltung der Kölner Judenheit ihre engste Verknüpfung mit dem Werk der Neubelebung der hebräischen Sprache gezeigt haben. Am Chamischah Assar b'Sch'wat veranstaltete die Zeire Misrachi-Gruppe eine Feier in würdigem Rahmen. Auch diese Veranstaltung erfreute sich lebhaften Zuspruchs aus verschiedensten Kreisen der Kölner Zionisten. Essen. Am Chamischah Assar b'Sch'wat veranstaltete die Zeire-Misrachi-Gruppe ein Fest, auf dem hebräische Vorträge und Gesänge vorgetragen wurden, umrahmt von den Darbietungen einer „jüdischen Kapelle''. Das-schöne, aus echt jüdischem und nationalem Geiste erwachsene Fest hielt die fröhlichen Festteilnehmer bis in die späten Nachtstunden beisammen. Breslau. Auch hier fand eine Chamischah- Assar-Feier im großen Rahmen statt. Mehr als 400 Teilnehmer hatten sich zusammengefunden, um den erwachenden Frühling Palästinas auchim Galuth gemeinsam zu begehen. Die von misrachistischem Geiste getragenen Darbietungen wirkten stark auf die anwesenden Mitglieder der Ortsgruppe sowie ihre Gäste. Die Breslauer Misrachi- Gruppe erwartet auch von dieser Veranstaltung eine gute propagandistische Wirkung, die sie in organisatorischer Beziehung in den nächsten Wochen auszunutzen gedenkt. Der Empfehlungsvertrag des K. K. L. mit dem „Phönix". Wrir machen hierdurch besonders darauf aufmerksam, daß die Landeszentrale des deutschen Misrachi sich dem Empfehlungsvertrag, den der Keren Kajemeth mit der Versicherungsgesellschaft ,,Phönix" besitzt, angeschlossen hat. Es sei hierdurch nochmals besonders darauf hingewiesen, daß der Nationalfonds, sowie jetzt auch der Misrachi gewisse Vergünstigungen und Einnahmen zu verzeichnen hat, wenn ein Misrachist sich bei der „Phönix"-Versicherungsgesellschaft versichern läßt, ohne daß dem zu versichernden daraus irgendwelche Kosten oder gar Nachteile entstehen. Gewisse Vorteile, die in dem Abkommen des K. K. L. mit dem „Phönix" geboten werden, stehen dem Versicherungsnehmer sogar nur durch den Keren-Kajemeth- Vertrag zur Verfügung. Wir bitten daher unsere Mitglieder, sich der Dienste des ,,Phönix" bedienen zu wollen und bei jeder eintretenden Gelegenheit sich an die Agenten und Zweigstellen des „Phönix", unter Berufung auf das Misrachi- Abkommen, zu wenden. Ein Vergleich der Angebote anderer Versicherungsgese'lschaften mit denjenigen des „Phönix" wird jeden davon überzeugen, daß die ,,Phönix"-Gesellschaft leistungsfähig ist und daß der K. K. L.-Vertrag sich günstig beim Abschluß von Versicherungen auswirkt. Wir bitten unsere Gesinnungsgenossen, die für Aquirierung von Lebensversicherungen ein Interesse haben, sich mit der Direktion für das Deutsche Reich, Berlin W 9, Friedrich-Ebertstraße 2-3, in Verbindung setzen zu wollen, unter Berufung auf das mit. der Landeszentrale des deutschen Misrachi getroffene Abkommen. Unsere Landeszentrale steht den Agenten aus unseren Reihen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite. Verantwortlich für die Redaktion: Alexander Adler, Berlin N 24, Monbijouplatz 10. — Verlag des „ZION": Alexander Adler, Berlin N 24, Monbijouplatz 10. — Druck: Itzkowski & Co., Berlin N 24, Auguststr. 69.