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Zion · 1929-11-01 · 11 (11.1929) · page 3

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Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
11 (11.1929)
Date
1929-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ZION MONATS BLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND HERAUSGEGEBEN VOM ZENTRALBÜRO DES DEUTSCHEN MISRACHI. BERLIN N 24 MONBIJOUPLATZ 10 REDAKTION: ALEXANDER ADLER, BERLIN . DR. ERNST SIMON, JERUSALEM BEZUGSPREIS RM. 1,50 PRO QUARTAL. ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSGEBER ODER DURCH DIE POST Nr. 11. Berlin, November 1929. Marcheschwan 5690 I. Jahrgang Der Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Der Landesvorstand der Z. V. f. D. hat auf seiner Sitzung am 10. November beschlossen, einen Delegiertentag: zum 29. und 3d. Dezember einzuberufen. Der Beschluss wurde mit allen gegen 3 Stimmen gefasst, woraus luan den Schluss ziehen könnte, dass die NotwendigkekdesDelegiertentages fast einstimmig anerkannt ist. Eine solche SchlnssfoJgerung wäre aber irrig, denn eine grosse Anzahl derjenigen, die mit der jetzigen Kräfteverteilung in den leitenden Instanzen der Z. Y. f. D. durchaus zufrieden sind, weil ihre eigene Richtung am Ruder ist, entschlossen sich erst im letzten Augenblick unter dem starken Druck der aus innerer Ueberzeugung eine Aenderung der Geschäftsführung fordernden Gruppen, dem Verlangen nach einem Delegiertentag zuzustimmen. Es wurde sogar eine Erklärung abgegeben, dass man zwar der Einberufung des Delegiertentages zustimmen wolle, sich aber vorbehalte, im Wahlkampf mit den schärfsten Waffen gegen die Gruppen, auf deren Initiative der Delegiertentag zurückzuführen ist, aufzutreten. Dieser scharfen Kampfesansage gegenüber und um der Legendenbildung vorzubeugen, dass die ursprünglichen Befürworter des Delegiertentages, zu denen auch die Landeszentrale des Misrachi gehörte, aus wenig stichhaltigen Gründen den Bruderkampf vom Zaun gebrochen haben, der den jetzt besonders wichtigen ruhigen Fortgang der zionistischen Arbeit stören muss, ist es erforderlich, die Notwendigkeit eines Delegiertentages nochmals zu begründen. Auf dem Breslauer Delegiertentag im Mai 1928 war der Misrachi mit der Forderung hervorgetreten« ein mehrköpfiges Präsidium der Z. V. f. D. zuzahlen, dem auch ein Misracbist^angehören sollte. Wir waren zu dieser Forderung gekommen, weil wir empfanden, dass die Bedeutung des Misrachi Jür den deutschen Zionismus so gross geworden ist, dass .uns ein grösseres Mass von Einfluss^auf . die Gestaltung der Arbeit und ihre Richtung gebühre, dass wir andererseits nur dann die notwendige Stosskraft in der Propaganda haben können, wenn wir durch unseren. E:nfluss auf die Geschäftsführung der Z. V. f. D. auch die volle Verantwortung für deren Arbeiten mit zu übernehmen in der Lage sind. Mit unserer Forderung drangen wir nicht durch und beteiligten uns aus^diesem Grunde nicht an der Bildung des geschäftsführenden Ausschusses, weil, uns in. diesem allein nicht die Gewähr zu liegen schien, dass grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwischen uns und der Majorität des geschäftsführenden Ausschusses, deren Richtung auch die oberste Spitze der Z. V. f. D. angehören würde, einer befriedigenden Lösung zugeführt werden könnten. Dass diese unsere prinzipielle Einstellung zu den leitenden Instanzen der Z. V. f. D. eine richtige war, hat sich im Zusammenbang mit den Ereignissen in Palästina, die die öffentliche Erörterung der zionistischen äusseren und inneren politischen Situation mit sich brachten, erwiesen. Jetzt erkannten auch andere Gruppen, dass es nicht angeht, wenn eine „Vereinigung* aller Zionisten eines Landes in ihrer Stellungnahme nach aussen einen scharf präzisierten Standpunkt vertritt, der der Auffassung grosser „Teile der Organisation so wenig entspricht oder Rechnung trägt, dass iür sie als Mitträger der Z. V. f. D. und ihrer 1 Arbeit ein Gewissenskonflikt entsteht. Was wir für uns vor einem Jahre aufkulturel* lern Gebiet befürchtet hatten, trat jetzt auch für andere auf politischem Gebiet

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