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Zion · 1929-08-01 · 8 (8.1929) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
1 (1929)
Issue
8 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ION M.ONATSBLÄTTER FÜR LEHRE, VOLK, LAND HERAUSGEGEBEN TOM ZENTRALBÜRO DES DEUTSCHEN Ml SRACHI . BERLIN N 24 MON BI J OU PL ATZ 10 REDAKTION: ALEXANDER ADLER, BERLIN - DR ERNST SIMON, JERUSALEM BEZUGSPREIS RM. 1,50 PRO QUARTAL. ZU BEZIEHEN DURCH DEN HERAUSGEBER ODER DURCH DIE POST Nr. 8. Berlin, August 1929. Menachem Aw 5689 Jahrgang Nach dem XVI. Zionistenkongrass. Der XVI. Kongress — der A?enry-Kongress — ist vorüber und auch die erste Tagung der erweiterten Jewi«h-Agency gehört der Geschichte an. Was haben diese beiden bedeutenden Tagungen uds gebracht? Der Misracbi kann mit Befriedigung auf Kongress und Agency - Tagung zurückblicken. Es war eine stattliche Anzahl von Delegierten, die ihn auf dem Kongress vertreten haben, und demgeroäss hatte er eine Möglichkeit, seinen Eiifluss bei allen ihn besonders angehenden Fragen mit Kraft und erfolgreich in die Wagschale zu "werfen. Wir können sagen, dass wir in allen Programmpunkten, die wir vor dem Kongress aufgestellt hatten, wesentliches erreichten und nicht nur für unser Partei-Interesse, sondern für die Gesamtheit, mit gutem Erfolg tatig waren. Vor allem wollen wir da die Erziehungsfrage erwähnen, denn sie war wohl diejenige unserer Aufgaben, die am heftigsten umstritten war und in der die einschneidendsten Folgen hätten eintreten können, wenn sie gegen uns entschieden worden wäre. Seit vielen Monaten waren starke Kräfte in Erez Israel am Werk, um die Grundlage unseres Erziehangswerkes, die Autonomie unseres Chinuch, zu erschüttern. Die von der Leiterin des zionistischen Erziehungswesens Miss Szold, ausgegebene, und von weiten Kreisen der allgemeinen Lehrerschaft Erez Israels aufgenommene Parole, der Misracbi könne kein Monopol für religiöse Erziehung beanspruchen, er müsse sich in viel weiterem Ausmass als bisher den pädagogischen Richtlinien des zionistischen Erziehungswesens unterordnen, die zionistische Organisation, die die finanziellen Lasten des Misrachi Chinuch trage,* müsse auch Einfluss auf Methode und Lehrplan unserer Schulen haben, wurde auch auf dem Kongress mit Leidenschaft und äusserster Energie vertreten. Mit Stolz und mit Freude können wir konstatieren, dass es unseren Vertretern in der Chinnchkommission des Kongresses, sowie im Plenum gelungen ist, unsere wesentlichen Forderungen durchzusetzen, so dass unsere Erziehungsarbeit ungestörten Fortgang nehmen kann. Mehrere Erfolge auf budgetärem Gebiet hat unsere Arbeit auf dem Kongress zu verzeichnen: nach hartem Kampf gelang es, die Kolonie des Poel Hamisrachi Schech Abrek in den Kolonisationsplan der Executive aufnehmen zu lassen. Dadurch ist der Bestand dieser für uns so ausserordentlich wichtigen Position misrachistischer Arbeiter gesichert. Die letzten Nachrichten, aus Schech Abrek, die noch während dea Kongresses in Zürich einliefen, waren so trübe, dass unseren Pionieren die freudige Nachricht sicherlich als ein- Lichtstrahl in finsterer Nacht erschienen sein muss. Jetzt können auch sie mit neuer Hoffnung und voll Zuversicht in die Zukunft sehen, auch ihr treues Ausharren wird belohnt. Wir sind sicher, dass Schech Abrek ein Stützpunkt wahrhaft jüdischer Lebensgestaltung werden wird, mit der Arbeit ihrer Hände werden unsere Poalimdort am Bau von Land und Volk beitragen, unsere ewige Lehre wird ihnen Richtschnur und Stütze sein, ihre Arbeit und ihr Leben wird ein einziger Gottesdienst werden, getreu ihrer Devise: Thorah waawodah. — Bei den letzten Kon grossen wurde uns ein Betrag von engl. Pf. 2000.—.— für religiöse Bedürfnisse (Injane Dath) zugebilligt, der es uns indessen niemals ermöglichte, den an uns gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Jetzt haben wir die Erhöhung dieses Postens auf engl. Pf. 3500.—.— durchsetzen können. Auch dieser Posten wird noch nicht gross genug sein, um alles das durchzuführen, was wir auf dem Gebiet der Versorgung des Jischuw mit religiösen Institutionen begonnen haben, aber immerhin ist es erfreulich, dass ein etwas grösserer Teil der Last, die auf uns liegt, von uns genommen wurde. — Ferner wurde ein Posten von ca. engl. Pf. 1100.—.— eingesetzt zur Erledigung erzieherischer Sonderaufgahen des Misrachi, ein Posten der in früheren Budgets nicht enthalten war. Ein bedeutender moralischer Erfolg wurde aber durch den Misrachi in der Debatte über Kulturarbeit

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