Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 5 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 63 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3133276-3139346-3139351--0087-3139565- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ZION Seite 63 in laufender Rechnung für die Zeit vom 81. Dez. Ü925 bis 31. Dez. 1928. Die Einlagen betrugen am: 31. Dezember 1925 L. E. 8.365 — 31. Dezember 1926 L. E. 10.860.— 3 . Dezember 1927 L. P. 29 510.— 31. Dezember 1928 L. 1J. 47.219.— lÖie Bank bezahlt für diese Einlagen die landesüblichen Bankzinsen und ist gleichzeitig bemüht, den für gewährte Kredite in Anrechnung gebrachten Zinsfuss nach Tunlichkeit zu ermässigen. Im Sinne dieser Bestrebung beschloss die Generalversammlung der Bank vom 29. April 1928 den Zinssatz für Discont von Rimessen von 9 Prozent auf 8 '/o Prozent herabzusetzen. Dieser Beschluss war nicht nur von der Absicht getragen, den Kunden der Bank die Zinsen zu verbilligen, sondern dahin zu wirken, dars der Debetzinssatz im allgemeinen herabgesetzt werde. Der Kassenumsatz der Bank betrug: im Jahre 1926 L. E. 376.866.— „ „ 1927 L. P. 554.118 — » „ 1928 „ „ 738.434.— Die Bücher der Bank stehen — den Landesgesetzc^ gemäss — unter der ständigen Kontrolle eines durch die Regierung~Jbestätigten Bücherrevisors, und werden die Bilanzen durch denselben gefertigt. Der Verwaltungsrat der Bank erstrebt, dass die Anlage von Kapitalien in Aktiender Misrachi Bank als kommerzielle Investition betrachtet werden soll, die eine entsprechende Verzinsung bringt. Sö betrug die auf die Aktien der Misrachi Bank gezahlte Dividende für das Jahr 1926 3 Prozent, für 1927 4 Prozent und für das Jahr 1928 ist eine noch etwas höhere Dividende zu erwarten. Palästina-Tagebuch. Die Synagoge von Borochow. In der Arbeitersiedlung Borochow, die nach dem Begründer der „Poale Zion" genannt ist und in unmittelbarer Nähe Tel-Avivs liegt, hat ein schönes Fest stattgefunden — besonders schön, da es von einer Siedlung veranstaltet war, die statutengemäss nur Mitglieder der „Allgemeinen Arbeiterorganisation" als Anwohner aufnimmt: die Grundsteinlegung einer Synagoge. 1922 auf Keren Kajemeth-Boden gegründet, zählt diese „sozialistische Republik im Kleinen", heute etwa 100 Familien. Bei einer, von den älteren Elementen ausgehenden, Volksabstimmung, ob eine Synagoge gebaut werden solle, entschied sich eine Mehrheit von 85 Ja-Sagern gegen nur 16 Nein-Sager für den Bau des Gotteshauses, das auf erhöhtem Orte, unmittelbar neben dem für ein Denkmal Borochows bestimmten Platz, liegen wird. Die Synagoge wird 303 Männer- und 200 Frauenplätze erhalten. Grösse Aufschriften grüssten die zahlreichen GSste — unter ihnen die beiden Tel - Aviver Oberrabbiner, die chassidischen Rebbeim von Cherson und Drohobicz, sowie Raw Landers von Ramath-Gan, zu dessen Bezirk die Synagoge gehören wird, — und diese Aufschriften lauteten u. a.: „Gegrüsst, die da kommen im Namen Gottes!" oder „Dies ist der Tag, den Gott gemacht, jubeln wir und freuen uns an ihm ." Besonders bemerkenswert ist noch, dass nach den zahlreichen Einweihungs- und Begrüssungsreden der Vertreter des örtlichen "Waad das Wort nahm und betonte, die Synagoge sei in reiner Absicht und nicht zum Zwecke „klerikaler Politik" gegründet worden. Der Waad komme zu diesem Fest nicht als Besiegter, da diese sozialistische Siedlung niemals daran gedacht habe, die^Religion zu verfolgen. Da sich in der Siedlung das Bedürfnis nach einer Synagoge geregt habe, müsse eis erfüllt werden. Der Redner hofft, dieses Gotteshaus werde ein Ort sein für die Verbindung des Menschen mit seinem Schöpfer. — Zum Schluss betonte Rabbi Binjamin den engen Zugammenhang zwischen dem Keren Kajemeth und der Errichtung von Synagogen im Lande, für die er meist, wie auch in diesem Falle und im Falle der grossen Synagoge von Tel-Aviv, den Boden bereit stelle. Eine neue Siedlung. In Jerusalem wurde der Grundstein zu einer neuen Siedlung orthodoxer. Juden gelegt, die den bezeichnenden Namen „Ez Chajim" tragen wird und zwischen der Stadt und den neuen Villen- Kolonien Beth Hakerem usw. gelegen ist. Der Platz war mit farbigen Tüchern ausgeschmückt, die an den Namen der Siedlung anknüpfende Thoraworte als Aufschrift ttugen: Vor allem werden dort Häuser für Angehörige der berühmten Jerusalemer Jesehiwa „Ez Chajim-' gebaut. Vom Sabbath in Tel-Aviv. Zur Fertigstellung der Tel-Aviver „Palästina-Ausstellung und Messe des nahen 0 s t e n s l< ist in einigen Pavillons am Sabbath vor der Ei Öffnung gearbeitet worden. Daraufhin richtet Oberrabbiner Kuck einen Protestbrief an Bürgermeister Dizengoff, der sich vor einiger Zeit an die Spitze einer grossen, keineswegs nur aus orthodoxen Kreisen beschickten Sabbaih-Schutz-Vereinigung gestellt hat. Die Feststellungen ergaben, wie die Ausstellungsleitung dem Rabbinat amtlich mitteilte, das» Eure Stimme am Wahltag ist nicht zu entbehren!