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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 178

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 178)
Language
German
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Zur Unterscheidung die Araber den kupfernen fals achma-r (rothen Fals) nannten. Da nun yollg Schuppe bedeutet, und B. mezia 47, b R. Jochanan ^or^ov (ungeprägtes Geld) durch dieses fnlssa erklärt*): so vermuthe ich, daß man Zuweilen, um sich Mühe und Kosten zu ersparen, ohne Prägung bloß runde Silber- und Kupferplättchcn schlug, welche wegen ihrer Dünne „Schuppen" genannt wurden; schon Hippokrates erwähnt eine (poXig rov und es mögen also Zu ihrer Benennung beide Wörter, das griechische cpoXlg und das lateinische follis, concurrirt haben. Nach B. mozia 46, a sollen ohne Gepräge auch die protetot gewesen sein, welches Wort aus pr otretot contrahirt sein und „Scheidemünze" bedeutet haben möchte. Dagegen kann ich nicht herausbringen, welche Münzen unter beu 'pDJJinD'»« Maaser-scheni jer. 5, 4, der Abodasara 34, b und dem KDrfrft von Tiberias wie von Sepphoris Beraub ot 53, b verstanden wurden. Lumo ist auch im syrischen Lexicon ausgeführt^. jedoch mit der unbrauchbaren Erklärung: denarius , quadrans; rmd nicht bester hält Zuckennann das Wort für contrahirt aus dem lateinischen lamina' (Metallplättchen), noch unzutreffender aber verweist er auf brnin oder limon in Tosifta Demaj fl. 3, wo. dieses ein Maß für trockene Dinge bezeichnet. ^Sollte es aus Xoveiv (baden) gebildet sein und ursprünglich den Badepfennig bedeutet haben, welcher bei den Römern einen Quadrans betrug? Jenes melusma hält Derselbe für ps'Atgua, dem er die Bedeutung „Gepräge" aufzwingt! eher noch möchte ich darin das lateinische millesima erblicken, und dieses für eine Nebenform von miliarense halten, welches davon bekanntlich benannt wurde, daß es dem 1000. Theil des Goldpfundes entsprechen sollte. Kolbon (xoMvßov) kommt Sehekalim 1, 7 und sonst nur noch in der Bedeutung Agio vor, doch war ^^ursprünglich eine *) Allerdings wird Leüaddac 65, a auch dem fulssa eine „zura“ zugeschrieben: diese Plattchen mochten bald geprägt sein, bald nicht. Daß aber schon R. Jochanan sie gekannt haben kann, ist nicht bloß andem Obigen klar, sondern auch danach, daß bereits Lampridius im Leben des Heliogabal der kupfernen Folles gedenkt.

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