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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 170

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 170)
Language
German
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172 erweisen wird, als sie so schon erscheint; 2) die übereinstimmende Reihenfolge derselben in beiderlei Geldsystemen; 3) daß in beidenübereinstimmend je die folgende Münze die Hälfte der vorherigen war; 4) daß ja damals auch der Gebrauch der römischen Silber¬ und Goldmünzen in Palästina allgemein war; 5) daß gradezrr Kidduschin 1, 1 der Jssar und Kelim 17, 12 der Pondion „italisch" genannt sind. Daß die jüdischen Benennungen etwas abweichen, kann nicht befremden, da sie als fremdländische leicht schon bei ihrer Aufnahme und im lebendigen Gebrauche, gewiß aber auch noch von Abschreibern der obigen Stellen Corruptionen erlitten, daher sie in jenen Stellen selbst stark variiren. Einige von diesen Corrupüonen lassen sich noch weiter erklären. So will nicht übel Zuckermann die Form Mesumis für Semis von (Hälfte) ableiten. Und der Quadrans ist Matth. 5, 26 in xodgavirig umgebildet, es wurde daher vielleicht gar nicht Kordlontes oder Kordintes, sondern Kodrintes gesagt; die Form Kuntrunk mag, wie schon Zunz vermuthet hat, aus Kodr und Teruncius (wie der Quadrans ebenfalls hieß) verschmolzen sein. Endlich daß die Juden,, ehe sie Assar in Jssar verwandelten, für den As die alte römische Form assarius zu Grunde legten, dieses geschah auch von Griechen, weil entweder zur Zeit der Aufnahme diese Form üblicher war, oder die römische Bezeichnung des gesammten Kupfergeldes durch assarius nummus (weil es ganz auf dem As basirt war) hierauf influirt hatte. Ich mußte aber von jenen jüdischen Kupfermünzen ihre Identität mit den römischen, obwohl sie gar nicht bestritten wird, ganz außer Zweifel stellen, weil der Umstand, daß sie gleichwohl einander nicht im Werthe entsprechen, sonst die Vermuthung nahe legte, daßdie ohnehin stark abweichenden Benennungen, gar nicht identisch seien. -Denn auf den Denar kamen bei den Römern 8 Dupondien, 16 As, 32 Semis, 64 Quadrans, dagegen bei den Juden 12 Pondion, 24 Jssar, 48 Miasmas, 96 Kordintes! Diese sachliche Differenz erkläre ich mir aber so: Bei den Römern wurde wie schon gesagt das Gewicht des As immer mehr reducirt, von einem Pfunde

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