Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
- Belongs to
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168 betn 2050 Ribbo; der Ausdruck „ein Kleid für 30 ribbo dinar" Kilajim jer. 9, 1 bestätigt dies vollkommen. — Nun aber frage ich: 1) wer, der nicht der beispielloseste Knauser ist, wird bei Auslösung eines Vorrathes im Werthe von 2000 Sestertien oder 500 Denaren und 1 Lackan es berücksichtigen, daß er ihn anderswo um -Z- Denar (Zunz) oder um 1 Maa (Zuckermann) weniger auslösen kann? 2) was hälfe ihm dieser armseligste Gewinn, wenn er dagegen 50 Sestertien (124 Denar) Transportkosten zu zahlen hätte? Es ergiebt sich mir hieraus klar, daß der Lackan wenigstens mehr als 50 Sestertien werth, und also jedenfalls ein Goldstück gewesen sein muß. — Nun aber war diese ganze Stelle mit der Frage eingeleitet worden: „wie macht es (der Gewinn von der Auslösung an ftemdem Orte) einen Denar?" Nothwendig muß diese Frage sich . darauf beziehen, daß in der Tosifta Maaser-scheni K. 4 gesagt ist, nach R. Jehuda dürfe man daran ein reba, nach R. Elasar „bis zum Denar" verdienen. Ersterer kann in reba nicht gemeint haben Denar oder Schekel, sondern nur des Werthes, da im Jeruschalmi etwas später R. Jehoschua ben Lewi dafür des Werthes" daran zu verdienen erlaubt; und nun wird auch klar sein, daß die vorherigen dunkelen Worte des Jeruschalmi, man dürfe daran bis zum rebiit verdienen, denselben Sinn haben, dagegen seine ohnehin unbegreiflichen Worte vorher, man dürfe daran bis zum Schekel verdienen, corrumpirt sein müssen. Dagegen R. Elasar stellt als Maximum des zulässigen Verdienstes nicht irgend einen Bruchtheil des Werthes auf, sondern einen Denar, offenbar einen Golddenar, wofür auch schon Zunz und Zuckermann den hier erwähnten Denar genommen haben.*) — Nehmen wir nunmehr ait, daß ein Lackan 2 Golddenare betrug, so ist die ganze Stelle den Worten und ihrem Inhalte nach völlig correct. Nämlich sie fragt: *) Da der Jeruschalmi die Worte mi8taeker etc, als Boraita giebt,, so vermuthe ich, daß er sie aus der Tosifta, jedoch verkürzt, aufgenommen und geschrieben hatte: Tane mistacker hu adam ad dinar (nach R. Clajar), rnibtacker hu adam ad rebiit (nach 0t. Jebnda), später aber irrthümlich für dinar schekel gesetzt worden ist.