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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 149

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 149)
Language
German
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151 Schimon ben Giora wohl nicht, doch wären meine Gründe für diesen Zweifel hier umfoweniger am Orte, als für meine jetzigen Zwecke 'dieser Punkt ganz gleichgiltig ist. Es haben sich deren von Silber und Kupfer erhalten, erstere von 13,T8. 13,5. 13,75. 13,8. 13,85 sowie von 2,4. 3,i und 3,2 Gramm (Cavedoni 2, 61. Levy S. 91. 157), also von 248—260 resp, von 45. 58 und 60 Gran; kupferne von 2,2. 2,42. 2,6. 2,65. 2,7. 2,9. 3,T2* 3,32. 3,35. 4,6* 5. 5,7. 6. 6,5, 7,9. 9,2. 9,3. 9,6 10,8. 11,4. 11/6 und selbst von 33,4 Gramm (Cavedoni 2, 54. 61. Levy S. 92. 157). In diesen fast ununterbrochen von 2,2—11,6 Gramm aufsteigenden Kupfermünzen vermag ich schlechterdings nicht bloß den Duponheit nach mehr als eine bloße Empörung war, und das in ihr geschlagene Geld daher etwas berechtigter erschien, jedenfalls aber nicht so antirömisch war wie das des Benkosiba, welcher vollständig ein bloßer Rebell war und jn seiner Umprägung römischen Geldes obenein die Römer verhöhnte. Ueber das ,,Geld der Gefahr" in der zweiten Stelle muß ich aber sowohl von Levy als von Zuckermann abweichen. Letzterer S. 32 will darunter dem Götzendienst geweihetes Geld verstehen: von solchem wird jedoch nie berichtet, und sein jemaliges Vorhaudengewesensein ist unwahrscheinlich. Und Levy a. a. O. will darin das Geld des ersten Aufstandes wiedersehen: warum aber sollte dieser ssaecanä geheißen haben? und die von Levy dafür citirten Stellen. Ketubot 9, 9. Schabbat 19, 1 lehren vielmehr, daß „ssaccana“ eine Zeit hieß, in welcher Religionsübnngen verpönt waren und bestraft wurden, vgl. ^leZilIat-taanit den 28. Adar und Maaser-scheni 4, 11. Erubin 10, 1 sowie ib..91, a; in solcher Zeit wurden natürlich auch ,, heilige^ Gelder den Juden weggenommen und gelegentlich von den Römern umgemünzt (vgl. das S. 106 über die Trajansdenare Gesagte), weshalb man jeden Genuß von den Münzen aus solcher Zeit zurückgewiesen haben wollte. Geiger in seiner neuen Zeitschrift l, 198 u. w. saßt zwar „ssaccana“ richtig auf, schränkt aber dieses ,,Geld der Gesahr^ auf Kosibisches ein, um aus dem politischen Verdachte, den es erwecken mußte, sich zu erklären, weshalb die Juden selbst sich seiner enthalten wollten: allein der ^bekannte Ausdruck „ den Vortheil davon ins Salzmeer zu werfen^ stimmt viel besser zu meiner Auffassung, bei welcher obenein jene gewaltsame Einschränkung auf Kofibisches Geld Annöthig ist.

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