Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 126)
- Language
- German
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128 der biblischen Zeit an Gewicht der Mine und dem Kickar Silber ganz gleich gewesen zu sein. Allerdings könnte Zweifel hieran die Nachricht 2. Sam. .12, 30 und 1. Chron. 20, 2 erwecken, daß der ammonitische König und später Dawid eine Krone von einem Kickar Goldes trug, denn diese wäre sonst über 30| Pfund schwer gewesen. Ich vermuthe indessen, daß diese Angabe durch Uebertreibung oder Mißverständniß entstanden ist, und jene Krone bloß soviel Gold enthielt, wie für einen Silberkickar zu haben' war, also an 2| Pfund. Daß überhaupt unter „Kickar Goldes" dies zu verstehen wäre, derselbe also nur etwa den 12. Theil (250 Schekel) gewogen hätte, ist deshalb unmöglich, weil er nach 2. Mos. 38, 24 jedenfalls über 730 Schekel wog, vergl. auch Richt. 8, 26. Zweites Kapitel. Die Geldartenderen nach einander die Juden von ihrer Abführung nach Babylonien bis zur Römerzeit sich bedienten. §. 7. Im Exil lernten die Juden das babylonische und später das persische Geld kennen. Wir sahen schon S. 119 u. w., daß Schekel und Mine in Babylonien den ibräischen ganz gleich waren, das babylonische Talent aber 6000 Schekel enthielt, doppelt so viele als der ibräische Kickar, und des attischen Talentes war, wonach übereinstimmend es in Silber etwa 1834 Thlr. werth war. In Babylonien mochte auch das assyrische Talent in Gebrauch sein, welches nach S. 116 grade doppelt so schwer, und also auch das Doppelte werth war. Die häufige Behauptung, daß die Perser das babylonische Gewichts- und Geldsystem angenommen hätten, muß ich dahin modificiren, daß sie auch dieses _ in ihrem Reiche zugelassen haben, aber ein eigenes System für ihr Gewicht und Geld hatten. Wir sahen nämlich schon S. 126, daß fie Goldstücke von etwa 311 bis