Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 119

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 119)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3138070-3138075-3138076--0684-3138774
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

121 Nur verdient noch eine Erwägung, daß obwohl der mosaische Schekel dem babylonischen völlig gleich erscheint, doch der mosaische Kickar nach 2. Mos. 38, 25. 26 nur 3000 Schekel enthielt, dagegen das babylonische Talent 6000 enthalten haben muß: denn das attische enthielt 6OOO mal 82,2 Gran d. i. 493200, und das babylonische jmehr, wie wir sahen, also 575400, was genau 6000 mal 95,9 Gran ist. Befremden indessen darf uns das nicht weiter, daß hiernach das babylonische Talent gleich 2 mosaischen war: ähnlich fand sich oben ja, daß das assyrische gleich 2 babylonischen war; vielleicht auch war das altarabische Talent wieder nur die Hälfte des mosaischen, da wir sahen, daß der altarabische Sus genau die Hälfte des mosaischen Schekel wog. 8. 5. Von dem biblischen Schekel gab es auch Hälften (1. Mos. 24, 22 und 2. Mos. 38, 26 beka genannt) und nach 1. Sam. Gewicht" viel kleiner gewesen sein? — Nach 1. Sam. 17, 5. 7 wog Goljat's eherner Schuppenpanzer 5000 Schekel, die eiserne Klinge seiner Lanze 600; und Jonatan, obwohl er sonst gewöhnlich Schekel durch Sela wiedergab, auch wo wie 2. Sam. 21, 6 bloß das Gewicht in Betracht kam, hat ausnahmsweise diese 5000 resp. 600 Schekel tikle übersetzt, worunter man halbe Selaim verstand (siehe § 16), offenbar weil ihm das ^Gewicht von 5000 re8x. 600 Selaim selbst für die Waffen eines Goljat viel zu groß erschien. Umgekehrt hat er die 20 Schekel Speise des Jecheskel, vermuthlich weil das auch ihm zu wenig vorkam, nicht durch Sela, sondern durch xilL8 übersetzt, welches Wortes Bedeutung ich zwar nicht ganz ergründen kann, das aber danach, daß er 1. Sam. 30, 12 das dem verschmachteten Aegypter gereichte Stück Feigenmasse ebenfallsMrch pilas debelta wiedergiebt, viel mehr als das Gewicht eines Sela gewesen sein muß, denn dieser wM bloß an 257 Gran, wer aber läßt einem Verhungerten ein Stück Feigenmasse von noch nicht Loth reichen? Aus diesem Grunde weise ich für jenes xil68 auch die Vergleichung ab, daß das ibräische xetö8 Spr. 16, 11 im Targum durch rigja umschrieben ist, welches nach Leeborot 11, a f Sela betrug; doch mag es mit diesem xel68 etymologisch verwandt sein.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.