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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 10

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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9 verfolgte das, was ergab, in fast kindlich zu nennender Erwartung des Gewinns, den die gute Sache auch gerade durch dies sein so gem gegebenes Scherflein davon tragen würdet) Seine Kritik war keine ätzende, wenn auch oft scharf tadelnde. Im allgemeinen betrachtete er die jüdische Literatur wie die Privatangelegenheit einer großen Familie. Es mußte ehrbar und pietätvoll in ihr zugehen. Was die Signatur des Frivolen trug, war ihm wie der Lebensgang des verlorenen Sohnes. Ein Vater hat dann Ursache, einem solchen noch weit wehr zu zürnen, als die andern, doch ist auch er der einzige, der am meisten auf Wiederkehr hofft und verzeiht." Julius Hammer im Dresdner Journal vom 4. Juli 1861: „Am 1. Juli ist aus unsrer Mitte ein edler und bedeutender Mann Heimberufen worden, dessen Tod in weiten Kreisen schmerzliches Bedauern erregen wird, der Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde, Dr. B. Beer. Die letztere erleidet einen schweren Verlust durch sein Hinscheiden, und die Verdienste, die er sich um dieselbe erworben, sind um so schöner und gewichtiger, je mehr sie zugleich aus einem liebevoll menschlichen und warmen Kern hervorgegangen. Was er als Mensch war, verläugnete er nicht als Mann der Wissenschaft, in welcher er unter den jüdischen Gelehrten eine hervorragende Stelle einnimmt. Seit einer Reihe von Jahren beschäftigte ihn eine Aufgabe, deren Beendigung ihm nicht vergönnt sein sollte, nämlich die großen Charaktere des alten Testaments nach der jüdischen Tradition zu schildern. Nachdem er bereits früher eine kleinere Monographie Aaron's im Wiener Jahrb. f. Jsraeliten von Jos. Wertheimer (Jahrg. 1856) veröffentlicht, gab er im Jahre 1859 das „Leben Abrahams nach Auffassung der jüdischen Sage mit erläuternden Anmerkungen und Nachweisungen" heraus (Leipzig, j *) Von seiner reichen Büchersammlung hören wir, daß sie von seiner hinterlassenen edeln Witwe theils Dem jüdischen Seminar in Breslau, theils der Leipziger Bibliothek gestiftet ist.

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