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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 101

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 101)
Language
German
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81 durch die Schildwache gereicht werden. Niemand solle bei uns sein. So mußte meine Frau und meine Bedienung wieder nach Hause gehen. Am Mittwoch darauf reisten unsere Frauen nach Gelle, um dort die Sache zu betreiben; aber schon an demselben Tage kam der Bescheid, die Köchin solle uns Essen geben und das Bett machen, der Feldscherer sei zuzulassen, doch ohne Gehülfen. Letzteres erschien unausführbar, ward daher gemeldet. Der Obristlieutenant antwortete, er könne für ssch allein nichts thun, man müsse sich an die Kanzelei wenden. Ueber diese Meldungen, und Verwendungen verstrichen 8 Tage. Am Mittwoch der folgenden Woche kamen die Frauen aus Gelle zurück und brachten Bescheid mit, es sollen Phöbus oder Gütelches??), auch die Köchin, und bei Gumpel Hanne und Gretche (??) eingelassen werden. Abends langte der Bescheid schriftlich an, und der Gewaltiger heftete ihn an die Thüre. Bei Nacht hatten seitdem die Unteroffiziere die Wache, und keiner von unsern Leuten durfte oben bleiben; auch der Gewaltiger wurde nicht mehr zugelassen. — Am Freitage darauf kam ein Rescript von Gelle, wonach die Frauen täglich zwei Stunden, eine des Morgens und eine des Abends, bei uns sein dursten. Dies Rescript ward erst dem Obristlieutenant zugestellt, welcher am folgenden Tage dem gemäß verfügte, mit dem Bemerken, alles Uebrige bleibt wie ftüher. Was sonst sich ereignete, findet sich in den Akten*). Es kam endlich aus Gelle der Bescheid, daß über die Entlassung der Gefangenen in Hannover der Spruch erfolgen werde. Es wurde aber die Verhandlung lange verschleppt, ehe die Akten versendet worden. Ich wurde auch nochmals auf dem Thor wegen Wolf Offenbachs, betreffend die verschiedenen Scheine, verhört. -Zuletzt wurden die Akten versendet. Von Köln kam der.Spruch, daß völlige Freilassung erkannt worden. *) Es wäre wünschenswerth, einen Auszng aus denselben zu erhalten. Sie liegen, wie wir vernehmen, noch jetzt in Hannover. h. 6

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