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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 81

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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61 Vor dem heutigen Verhör mußten wir eine Jnterims- Bilanz machen, damit man sehen könne, wie solche ausfallen dürste. Wir, nämlich mein^Bruder und ich, und unser Schreiber Abraham Sturm, der aus einen Eid, sich jederzeit zu stellen, losgekommen war, fertigten dieselbe an. Diese Jnterims- Bilanz liegt bei den Akten. Wir waren wahrend dessen im Eomptoir, und beü uns blieben die Sekretäre Ewers und Scharbrügge. Indeß mußten wir auch ein Inventar von -unserm Silber und Gold machen; wobei Assessor Schilling rrnd Sekretär Lid mann zugegen waren. Dieser hatte gleich Anfangs mit dem Gerichtsschulz alles im Hause versiegelt. Jene Jnterimsbilanz fiel, wie man daraus ersehen kann, nicht zum Besten aus, weil darin lauter liquide Posten standen. Deshalb hat man uns diesmal von neuem verhört, dazu kam -noch Most Clev aus Berlin, welcher in Gegenwart der Herren Bernstors und Werner mit uns sprach. Mein Bruder hatte einen Anfall von Podagra, wir gingen daher ällesammt in sein Zimmer. Alles dies ist aus dem Protokoll von diesem Datum zu ersehen. Mittwoch, 3. Jjar (30. April) wurde ich wiederum verhört, und am Montag, 5. Mai wiederum, so auch mein Bruder, wie die Protokolle dieser Tage bezeugen. An diesem Tage wurde meinem Bruder befohlen, einen Plan zu entwerfen, wie man am Besten die Gläubiger befriedigen könne. Ich mußte indessen alle Tage mit Joseph Oppenheim und Samuel nebst Seeretär Evers und Secretär Langschmidt, iM Comptoir sämmtliche Obligationen der Interessenten nachsehen, ob alles richtig da sei. Es fand sich alles in Ordnung. Abraham Sturm mußte daraus gegenwärtig sein, um von unsern eigenen Obligationen Inventar zu machen und sowohl die vorhandenen, als die versetzten und cedirten zu verzeichnen. Am Dinstag den 6. Mai fing Gumpel an, unter Beistand des Herrn Ewers einen Plan zur Befriedigung der Gläubiger zu

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