Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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7 Betrübniß erfahren, daß in ganz Syrien die Pest wüthete, und. -beschlossen, in der schönen Stadt CypernS zu verweilen, bis die Krankheit wieder verschwunden sei. In Folge dessen giebt er seinen Freunden und Angehörigen von der Reise bis zu seiner Ankunft in Cypern umständliche Nachricht, damit alle Landsleute, welche etwa Lust trügen, ebenfalls nach den östlichen Gegenden auszuwandern, dasjenige von ihm vernehmen, -was ihnen zu wissen förderlich sein dürfte. Betreffend die Urschrift, verfehlen wir nicht zu bemerken, daß bei aller Sorgfalt des Abschreibers, sie keinesweges frei geblieben ist von Irrungen und Mißgriffen, welche dem Uebersetzer vielfache Gelegenheit gaben, seine Kritik zu üben, ja bisweilen ihn in die Nothwendigkeit versetzten, hie und da einzelne Ausdrücke als unerklärlich stehen zu lassen. Glücklicher Weise tritt der Fall nur ein, wo der Sinn dadurch nicht leidet. Am Schwierigsten ist die Entzifferung der Kunstausdrücke der Seesprache, die mit hebräischen Lettern gegeben, nur selten entziffert werden können, namentlich dann, wenn fie der heutigen Seesprache gar nicht mehr angehören, was der seit 3 Jahrhunderten sehr veränderten Form der Schiffe zuzuschreiben ist. Man wird hiernach leicht begreifen, daß es nach vielen vergeblichen Versuchen, die richtigen Lesarten oder Bedeutungen zu .ermitteln, gerathener schien, die genauere Kritik dem Textabdrucke selbst vorzubehalten und sich mit Uebertragung des Sinnes zu begnügen. Dasselbe gilt von den Ausdrücken, welche Maaße und Geldsorten darbieten, die zum Theil veraltet find und jedenfalls nicht mehr leicht nach ihrem Werthverhältniß bestimmt werden können. Die Sache selbst wird von dieser Schwierigkeit nicht sonderlich berührt. Wir kommen nach dieser Vorbemerkung zu dem Briefe selbst, dessen wortreiche Einleitung, worin er den Grund seines Verweilens in Famaugusta darstellt, wir übergehen.