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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1921-01-01 · 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921) · p. Seite 143

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921-1921)
Issue
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 143 (sequence 153)
Language
German
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143 Zeit waren es erst Fichte, Hegel, Marx, Lassalle, die der Arbeit ihren Adelsbrief schrieben und sich in bezug auf den Wert der Arbeit zu denselben Ansichten bekannten, wie sie unsere Weisen schon vor vielen Jahrtausenden aus־ gesprochen haben. Kehren wir getrost zu dem Mittel unserer Ahnen zurück und wir werden uns wohl dabei fühlen! Trachte jeder Familienvater darnach, mindestens ein kleines Feld zu besitzen oder doch einen Garten, wo er mit den Seinen arbeiten kann. Wo, wie in den Gross- Städten, auch dies nicht leicht möglich ist, da mögen die Schulen oder Institute dafür sorgen, wie dergleichen Versuche bereits mit grossem Erfolge gemacht worden, dass die Ausarbeitung des Körpers in der Weise zum Ausdruck komme, dass auch praktischer Vorteil zugleich sich zeigt. Praktischer Vorteil zeigt sich z. B. bei Erziehung zur Feld- und Gartenarbeit oder bei Erziehung zu mechanischen Handfertigkeiten und Künsten. Dabei hätten wir zugleich den Vorteil, dass wir in ganz andrer Weise mit der Natur und dem wirklichen Leben in Verbindung stünden, als dies heute geschieht. Überdies würde auch der Drang und das Sehnen zur Grossstadt gedämpft werden, da man erkennen würde, dass auch das Land uns herrliche Reize und edle Werte zu bieten vermag. Wir möchten nicht missverstanden werden: Nicht etwa, dass wir hier gegen Turnunterricht und gegen Turn־ vereine uns wenden, sondern nur gegen Übertreibungen, gegen die Auswüchse des allzusehr ״Chukath Hagojim“ atmenden Fussball־, Tennis-, Hockey- und ähnlicher Spiele, die sich in übertriebener Anwendung immer mehr leider auch in unseren Kreisen einzubürgern scheinen. Jede verfrühte und die vorhandenen Kräfte übersteigende Anstrengung ist sorgfältig zu vermeiden. Eine körperliche Überanstrengung könnte neben andern Schädigungen, wie Atmungs- und Verdauungsstörungen, Blutarmut, Nervosi-

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