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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1921-01-01 · 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921) · p. Seite 78

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921-1921)
Issue
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 78 (sequence 82)
Language
German
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IRI
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78 verbracht. Dort war der Lernende bereits bei Lehrern und Schülern seines Wissens und seiner Gottesfurcht wegen sehr geachtet. Da wird der Raw von Poniwesh, R. Elie David Rabbinowitz, bekannt unter dem Namen „Aderes“, der später in Mir wirkte und dann nach Jerusalem, als Nachfolger von R. Samuel Salant, berufen wurde, auf den jungen Gelehrten aufmerksam und gibt ihm seine Tochter zur Frau. R. Kook liess sich nun in Poniwesh nieder und gedachte Kaufmann zu werden. Erst auf Drängen von R. Jisroel Meir Cohen, dem nach seinem berühmt gewordenen Werke „Chofez Chajim“ benannten Gaon von Radin, wandte er sich dem Rabbinerberuf zu. Dem Zwanzigjährigen wurde als erstes Rabbinat das der litauischen Gemeinde Semel angeboten, einer alten jüdischen Gemeinde, in welcher bedeutende Gelehrte zuvor gewirkt hatten. Dort veröffentlichte R. Kook seine erste Schrift, welche die Tephilin-Vorschriften behandelt. Späterhin gab er eine Zeitschrift „Ittur Ssofrim“'heraus, die durch den eigenartig neuen Ton, auf den sie gestimmt war, Aufsehen erregte. Er plante sodann die Herausgabe einer Tageszeitung „Schalom le am“, welche für Misnagdim, Chassidim und Chowewe Zion bestimmt war, ein Plan, der nicht zur Ausführung kam, weil R. Kook inzwischen einen ehrenvollen Ruf nach Bausk, der litauisch-kurländischen Grenzstadt, erhielt. Dort veröffentlicht er periodisch tiefgründige Aufsätze in der von R. Akiba Rabbinowitz, dem verstorbenen Poltawer Raw, herausgegebenen hebräischen Zeitschrift „Hapeless“. Im Jahre 5663, also vor 19 Jahren, wurde er sodann nach Erez Jisroel als Rabbiner für Jaffa und die Kolonien berufen. Seiner Hinreise waren lange Unterhandlungen vorangegangenen. Die Gemeinde in Bausk suchte ihren Rabbiner von seinem Plane abzubringen; auch

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