Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
- Issue
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 219)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3135693-3135704--1348-3137074- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
218 geleitenden himmlischen Engel“ klingt sein Lied in verschiedenen Variationen. Poesie atmet alles. Mit Semiros (Gesängen) wird die ganze Mahlzeit umrahmt und mit dem Benschen (Tischgebet) schliesst die erhebende Familienfeier. In einer solchen Stimmung kann man als Steigerung in der darauf folgenden Tagesmahlzeit nur noch „Schalit“, „Götterfunken“ gemessen. Auf Flügeln des „Zeitgeistes“ und der modernen „Technik“ haben wir uns teilweise von jenem alten Zeitgeiste, vom jüdischen Leben, Denken und Empfinden zu unserem eigenen Schaden entfernt. Und doch können die auf uns gerade neuerdings wieder gewaltig anstürmenden Wellen nur an unserer alt hergebrachten innern Festigkeit und tradionellen Standhaftigkeit sich brechen und zerschellen. Bern. J. Messinger. Lecho daudi. Auf komme, Geliebter, mein Auge erschaut Das Nahen des Sabbats, der göttlichen Braut! Mein Volk, das ich liebe, umgürte die Pracht, O schüttle den Staub, denn vorüber die Nacht; Es nahet aus Bethlehem Jischais Sohn Und bringet das Heil, die erlösende Krön’. Aus Max Herschels »Im Tale Saron«.