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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 165

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 165 (sequence 169)
Language
German
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IRI
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165 in einer kleineren oder grösseren Geschlossenheit einen gemeinsamen Rückhalt zu finden. Aus Mangel eines einzigen hinreichend starken Volkszentrums bildeten sich eine Unmasse von völkischen wirtschaftlichen Zentren, ebenso wie die einzelnen Mitglieder einer Familie und die einzelnen kleineren oder ärmeren Familien um die Mitglieder der reicheren und mächtigeren Familien sich zu gruppieren strebten. Aber, nunmehr kam das andere grosse Verhängnis des jüdischen Volkes — seine vieltausendjährige Zerstreutheit zwischen den Völkern! Nicht von einem bestimmten Punkte aus ging dieses Streben zu den kleineren Wirtschaftszentren, sondern von verschiedenen Punkten der bewohnten Erde. Bilden die verschiedenen Wirtschaftszentren verschiedene zahlreiche Endpunkte, so bildeten die Wohnpunkte der zahlreichen Juden verschiedene Ausgangspunkte dieses Sammlungsbestrebens. Und das Mittel des Zusammenkommens war die Migration, die Wanderung. Die jüdische Wanderung hat daher zwei grosse Probleme: die Emigration und die Immigration. Und bei den jetzigen komplizierten Verhältnissen der Reise, wo jeder Staat befürchtet, dass die Reisenden und Wanderer allzu lange bei ihm verbleiben, seine Nahrungsmittel aufzehren und — was noch schlimmer ist — dass diese fremden Menschen ihre fremden Ideen verbreiten würden, — wo jeder Staat daher auf jede mögliche Weise das Passieren seiner Länderterritorien erschwert, kommt noch ein Problem zu jenen zweien hinzu, und das ist das Durchwanderungsproblem, die Transmigration. Es muss hier wiederholt werden: es gibt nicht eine jüdische Emigration von einem einzigen Ausgangspunkte aus, sondern jüdische Emigrationen, da nämlich die Emigration, die Auswanderung aus den verschiedenen einzelnen Ländern ganz verschiedenartig ist. Es gibt

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