Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
- Issue
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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141 lernen eine stete Gefahr für den Frieden Europas bedeutet und eine Möglichkeit zu ernsten, oft unlösbaren Verwicklungen gibt, sieht Dunant in der Regeneration des Orients durch Sanierung der Verhältnisse und Kultivierung der Länder ein Heilmittel gegen die im latenten Stadium sich befindende orientalische Krise. Die Gesellschaft soll einen streng internationalen Charakter tragen. Ihr Ziel ist: 1. Die Förderung und Entwicklung des Ackerbaues, der Industrie, des Handels, der öffentlichen Arbeiten im Orient, besonders in Palästina. 2. Die Erlangung von Monopolen und Privilegien von der türkischen Regierung, sei es in Konstantinopel, sei es im übrigen Reich, besonders Abtretungen von Boden in Palästina. 3. Den Verkauf der Teritorien, welche die Gesellschaft auf dem Wege des Ankaufes oder der Abtretung erlangen wird und die Kolonisation der fruchtbaren Täler des heiligen Landes. „Diese Auferstehung des Orients, begleitet durch das Erwachen des religiösen Gefühls, wird unterstützt werden durch die Hilfe der Juden, deren kostbare Eigenschaften und merkwürdige Fähigkeiten nur vorteilhaft für Palästina sein können.“ (Dunants Entwurf zur Gründung der Gesellschaft.) Die Gesellschaft sollte, nachdem sie sich in Konstantinopel etablieren wird, in Jaffa einen Hafen errichten, wie auch eine Eisenbahnverbindung dieses Hafens mit Jerusalem. Die an der Eisenbahn gelegenen Ländereien sollten von der türkischen Regierung der Gesellschaft abgetreten werden, welche ihrerseits dieselben an jüdische Familien verkaufen wird. Die Juden sollen Kolonien anlegen und sie in gutem Zustande erhalten mit Hilfe derjenigen ihrer Brüder, „deren Liebe für ihr altes Vaterland jetzt auch noch so glühend ist, wie ehemals.“ Die Gesellschaft würde die Frage der für die christlichen Völker heiligen Stätte in einem für die Christenheit würdigem Sinne lösen. Jerusalem soll eine moderne Stadt werden, welche