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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 67

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 67 (sequence 68)
Language
German
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67 Sendung von Ärztegruppen mit allen Hilfsmitteln der Hygiene; Leistung der Hilfe im allgemeinen nur gegen eine, wenn auch kleine Entschädigung. Nach diesen Notizen über die Frage der schnellen und konstruktiven Hilfe, deren Weitschichtigkeit damit nur angedeutet ist, kehre ich zur Emigrations- und Fürsorgefrage zurück. Jjc * sjc Die Emigration ist das Problem, das mit unheimlicher Elementargewalt zur Lösung drängt. „Wenn der Wandersturm losbricht aus den Gefängnissen des Ostens und sich über Westeuropa wälzt, dann wehe uns, wenn wir nicht vorbereitet sind, ihn aufzufangen und ihm die von uns gewollte Richtung zu geben!“ Wer —Wohin — Wie? Das ist das dreifache „W“, das sind die Fragezeichen des Wanderproblems. Der berufene Referent über diese Fragen, Dr. Bernhard Kahn aus Berlin, gibt der Konferenz in einer langen Abendsitzung erschöpfenden Aufschluss über die Möglichkeiten der Lösung. Er kennzeichnet die Auswanderung als Gleichgewichtsbewegung der Völker; aus diesem Prinzip heraus sind vor dem Kriege normalerweise 100,000 Juden jährlich aus dem Osten ausgewandert, so dass heute, nach sechsjähriger Unterbrechung 600,000 jüdische Auswanderer ohne besonderen äussern Zwang, zur Emigration bereit wären! Nun ist aber das jüdische Zentrum in Ost-Europa aus den naturgesetzlichen Bahnen der Entwicklung gedrängt, und es darf mit einer dreifachen, teilweise fluchtartigen Wanderbereitschaft gerechnet werden. Man stelle sich vor: l1^ Millionen Unglückliche, Entwurzelte, denen eine neue Heimat und eine neue Existenz geschaffen werden muss! Wohin? Diese Frage ruft David Trietsch, den bekannten Palästinaforscher und Nathan Birnbaum auf

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