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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 44

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 44 (sequence 43)
Language
German
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44 bracht hat, segnen, wenn eine seiner Folgen sein wird, dass es wieder sicher wohnen kann im heiligen Lande, nach dem Prophetenworte: וישבו איש תחת יפנו ותחת תאנתו ״Jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbäum.“1) Dankbar blicken wir zum Allmächtigen auf, dem Lenker unserer Geschicke. Mit dem Psalmisten sprechen wir: ״ מאת ה, היתה זאת חיא נפלאת בעינינוVon Gott ist dieses geschehen, es ist wunderbar in unsern Augen.“2) Hat sich doch Gott wiederum bewährt, עושה חדשות בעל מלחמות מצמיח ישועות, als der Herr der Kriege, der neues schafft und aus allem Leid Heil erstehen lässt. Wieso kam es, so fragen unsere Weisen, dass Daniel die geheimnisvolle Inschrift lesen konnte, während die grossen Gelehrten jener Zeit sie nicht verstanden? Jene lasen, so antworten sie, die Worte von rechts nach links und von links nach rechts, da gaben sie keinen Sinn. Daniel aber las sie von oben nach unten, und ihre Bedeutung ward ihm offenbar. Wir Menschen waren stets und sind auch heute noch geneigt, alles natürlich zu erklären. Auf die Ursache muss die Wirkung folgen, und die Wirkung lässt sich aus der Ursache erklären. Möchten wir doch auch bei den geheimnisvollen Zeichen der Zeit nach oben blicken in der Überzeugung, dass der Allmächtige es ist, der alles nach seinem Willen lenkt. Vor und nach den Worten in unserer Thora ״ ויהי בנסע האדן׳ ובנחה יאמרUnd es war, wenn die Lade aufbrach und wenn sie zur Ruhe kam“,3) steht in der Thora der umgekehrte Buchstabe ״Nun“. Nach einer schönen Erklärung soll dieses seltsame Zeichen folgendes bedeuten: Wann unser Volk auf brechen soll, und wann es zur Ruhe kommt, wohin unsere Züge gehen und wann 1) Micha 4, 4. 2) Psalmen 118, 23. 3) IV Moses 10, 35. 36.

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