Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
- Issue
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 127)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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Raschi. Fünf waren sie, fünf ״Izchakim“ hatte das jüdische Volk, welche ihm den Weg zeigten und Gottes Wort verkündeten. Der erste, Reb Izchak ben Baruch, der zweite, R. Izchak ben Jehuda, der dritte, R. Izchak ben Rüben, der vierte, Izchak al-Phasi und der fünfte, der bekannteste und populärste ״I z c h a k i“ — Raschi oder Reb Schlomo ben Izchak. Raschi gehört zu denjenigen grossen, jüdischen Gelehrten, über welche kein Schlusswort gesprochen werden kann, denn die Wirkung seiner Tätigkeit dauert;poch heute, mehr als 800 Jahre seit seinem Tode, an. Dieser gewaltige ״Parschandata“ — der Dichter sagte über ihn פרוש נורא שם לתורת על כן נקרא פרשן דתא war kein Reformator, welcher seinen Ruhm dem Modernismus zu verdanken hat. Er war bescheiden, ein wahrer ״Nechba el Hakelin“ und wurde der Populärste der jüdischen Grossen. Er hat uns nichts Neues gebracht, sondern das Alte, ewig junge beleuchtet und erleichtert. Raschi leistete wirklich Grosses für das ganze Volk. Niemand, der Talmud lernt, kann behaupten, dass er bei Raschi nichts gewonnen und dass er von seinem Wasser nicht getrunken habe. Raschi wurde im Jahre 1040 zu Troyes geboren, und während seiner verhältnismässig kurzen Lebensdauer (er erreichte nur ein Alter von 65 Jahren) wanderte und