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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1919-01-01 · 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919) · p. Seite 13

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
Issue
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 13 (sequence 28)
Language
German
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IRI
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28 Liebe, Aufopferung. Wir meinen die Unterbringung der unterernährten jüdischen Kinder aus Wien in der Schweiz. Was dieser Hilfsaktion, welche noch an anderer Stelle in diesem Buche gebührend gewürdigt wird, das so überaus erfreuliche Gepräge gab, war die jüdische Bruderliebe, die dabei in so wohltuender Weise zum Ausdruck kam. Bei der Herausgabe der ersten drei Jahrbücher haben wir unsern Lesern jeweilen ein humanitäres Institut der Schweizer Judenheit, in der Reihenfolge wie sie errichtet wurden, in Wort und Bild vorgeführt: Das A 11 e r s a s y 1 in Lengnau, das jüdische Waisenhaus und das jüdische Spital in Basel. Nun bei der vierten Ausgabe des Jahrbuches kann auf ein viertes Liebeswerk der Schweizer Judenheit hingewiesen werden: die jüdische Heilstätte in Davos, welche am 16. Juni 1919 in feierlicher Einweihung ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Wir dürfen uns an dieser Stelle dieses Denkmals jüdischer Nächstenliebe besonders freuen, da die erste Anregung zu seiner Errichtung im vorletzten Jahrgang unseres Jahrbuches gegeben wurde. Rascher als irgend jemand es ahnen und hoffen konnte, ist diese herrliche Idee zur Ausführung gelangt. Die Errichtung der jüdischen Heilstätte in Davos hat dort bereits zur Gründung einer jüdischen Gemeinde geführt, welche nun ihrerseits daran geht, sich einen eigenen jüdischen Friedhof zu erwerben. Damit wird dann auch die gleichfalls zuerst im Jahrbuch geäusserte Anregung zur Errichtung von jüdischen Zentralfriedhöfen hinsichtlich der östlichen Gegenden der Schweiz verwirklicht. Zu den bemerkenswerten Neugründungen des vergangenen Jahres gehört sodann auch die Einweihung der ersten o s t - jüdischen Synagoge in St. Gallen. Dort ist es zum ersten Mal den zahlreichen ostjüdischen Brüdern gelungen, die wegen ihrer besonderen Gebräuche ihren

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