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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 154

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 154 (sequence 155)
Language
German
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154 •des Thoralernens gelegt. Er hatte das Glück, von R Pinchas Hürwitz und R. Noson Adler, beide in Frankfurt, unterrichtet zu werden, und die Saatkörner, von solch goldenen Händen ins Herz gestreut, gingen zu reicher Fruchtfülle auf. Als eine die Schweizer Juden interessierende Tatsache sei erwähnt, dass der damalige Rabbiner Raphael Ries von Endingen-Lengnau, der den Ruf eines bedeutenden jüdischen Gelehrten besass (siehe das Responsenwerk von Chasam Sofer), Scholem Ullmann zu seinem Schwiegersohn erkor. Zuerst war der letztere in Ansbach (Bayern) tätig. Warum er plötzlich von dort wegzog, ist lehrreich auch für uns Modernen. Seinen Kindern, denen er ein treuer Wächter war, drohte Gefahr durch schlechte Gesellschaft. Da ergriff er, von heute auf morgen, ohne jede Aussicht auf Existenz, den Wanderstab. Sein Vertrauen auf Gott hatte ihn nicht getäuscht. Die Gemeinde Stomfa war glücklich, einen solchen Mann besitzen zu dürfen. Wie der Segen erblühte aus dieser auf Gottesfurcht und Thorakenntnis gegründeten KindererZiehung, möge man daraus ersehen, dass der Autor des berühmten Buches: „ Jeriaus Schelomoh“, Scholem Ullmanns Sohn (Schl. Salmen) war. Der Vater hat zumeist nur handschriftliche Werke hinterlassen. Das eine, das im Druck vorliegt, hat einen Mordechai Ban et dermassen begeistert, dass er sagte, nur dem Erwählten werde die Tiefe dieses Geistes offenbar. Wie Mordechai Banet selbst einer dieser Erwählten war, zeigt uns Herzog in seinem Buche, dass ausserdem bis anhin wenig bekannte Auszüge aus den Publikationen R. Mordechai Banets enthält, mit anschaulicher Lebendigkeit. Wir fürchten, dieses herrliche Lebensbild durch Herausgreifen vereinzelter Züge zu entstellen, und müssen den Leser auf das Buch selbst verweisen. Dabei erfahren wir über den Lebenslgang von Männern wie Chasam Sofer, Schemen Rokeach, Jecheskel

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