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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 151

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 151 (sequence 152)
Language
German
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151 von den Strassen der rauschenden Welt vernehmbare Jubeln der jüdischen Seele dringt zu uns, und erzählt uns in schlichter Wahrheit: Niemals gab es eine vereinzelt dastehende jüd. Gemeinde; von Stomfa führt die goldene Brücke der Thora nach Fürth, Köln, Frankfurt, Hamburg ebenso gut wie nach Wien, Pressburg, Nicolsburg und Prag. Dieser innere geistige Zusammenhang lässt uns mit Recht von Brüdergemeinden reden, und noch heute baut sich die^jüdische Idee auf diesen starken Pfeilern auf. Darum nennt der Verfasser sein Werk: „Die Säulen unseres Hauses.“ Diese Säulen, welche das eherne Gerüst de§ Gemeinwesens bilden, sind die geistigen Führer; jene Männer, die nicht nur durch reiches Wissen und Können, sondern durch unvergleichliche moralische Grösse, durch edle Bildung des Herzens und Charakters im eigenen Beispiel das verkörperten, was sie lehrten. Zwölf illustre Männer dieser Art werden uns im Buche vorgeführt. Den Reigen eröffnet: Rabbi Mayer ben Chajim Eisenstadt aus der gefeierten Familie Katzenellenbogen. Die Jugend dieses Mannes fällt in eine finstere Zeitepoche; es ist ja keine seltene Erscheinung der jüd. Geschichte, dassihre Titanen durch herbe Schicksale hindurch, auf dem Leidensweg zur Höhe emporsteigen. Im Jahre 5430 müssen die Juden von Eisenstadt, der Heimat R. Mayers, infolge eines Ausweisungsbefehls den Wanderstab ergreifen, und auch R. Mayer wird heimatlos. Nach langem Umherirren fand er mit seinen Eltern und seinem Bruder ein Asyl im schicksalreichen Prag. Wir blicken in die vollen geistigen Werkstätten dieser alt-jüdischen Metropole, ihr frisch pulsierendes, bunt bewegtes Leben zieht. an unserem Auge vorüber, und doch: die grosse Blutader der Stadt entspringt an einer einzigen Stelle und mündet dorthin zurück. Es sind die Jeschiwos, die grossen geistigen

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