Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
- Issue
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 113)
- Language
- German
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112 gesetzes. Nach wenigem Ueberlegen erweist sie sich als unbedingt notwendig für die Erhaltung alles Lebens im Wasser. Hätte das Wasser nicht diese abweichende und merkwürdige Eigenschaft, gerade oberhalb seines Gefrierpunktes am dichtesten und schwersten zu sein, so würden im Winter alle Gewässer und Seen in ihrer ganzen Tiefe bis auf den Nullgrad erkälten und so bis auf den Grund erfrieren; ein Leben im bis auf den Grund gefrierenden Wasser wäre selbstverständlich unmöglich, so aber senkt sich, sowie die Oberfläche eines Gewässers die Temperatur von 4- 4° C. erreicht hat, diese obere Wasserschicht zu Boden, und so geht es fort, bis die ganze Wassermasse die Temperatur von + 4° C. erreicht hat. Dauert nun die Abkühlung fort, so erfriert die Oberfläche zu Eis, dehnt sich dadurch aus, und bekommt ein geringeres spezifisches Gewicht. Das kältere Wasser schwimmt also aut dem wärmeren, und da das Eis ein sehr schlechter Wärmeleiter ist, schützt es die tieferen und wärmeren Wasserschichten vor weiterer Abkühlung. Im Innern der Flüsse, unter der Eisschale herrscht immer eine Temperatur von + 4° C. Wenn wir nun die Zweckmässigkeit in der organischen Welt durch Vererbung und Anpassung im Kampfe ums Dasein erklären könnten, in der anorganischen Natur gibt es doch weder Vererbung noch Anpassung, noch einen Kampf ums Dasein; die anorganische Natur ist unveränderlich und ihre Gesetze sind ewig. Von Urbeginn der Welt, noch bevor irgend ein Leben auf der Erde war, hatte das Wasser diese vom allgemeinen Naturgesetz abweichende Eigenschaft, die aber zum Zwecke des später entstehenden Lebens unbedingt notwendig war. Und wie anders hätte das nun entstehen können, wenn nicht durch nbinn mtrrm nt£W SyiD, einen vorher durchdachten Plan?