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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 108

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 108 (sequence 109)
Language
German
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108 aber die Teile der innern Organisation. Die Eidechse regeneriert die abgeschnittenen Teile der Extremitäten nicht, wohl aber regeneriert sie den abgeschnittenen Schwanz. Ein sehr geringes Regenerationsvermögen haben die Vögel, doch regenerieren auch sie abgebrochene Stücke des Schnabels. Endlich wird bei allen Lebewesen ohne Ausnahme die äussere Haut regeneriert. Vergehens werden wir die mechanischen Ursachen suchen, die es bewirken, dass nach einer Verletzung die Zellen der benachbarten Gewebe in solch zweckentsprechender Weise zu wuchern beginnen, dass sie den eingetretenen Defekt vollkommen wieder hersteilen. Vergebens auch wird unsere Mühe sein, aus mechanischen Prinzipien erklären zu wollen, warum bei jeder Tierart die einen Teile regeneriert werden können und die andern nicht. Nur ein Gesetz können wir hier finden, dass gerade die Organe und Gewebe, die im gewöhnlichen Leben besonders häufig der Zerstörung und Verletzung ausgesetzt sind, besonders gut regeneriert werden. So wird bei dien Vögeln, die sonst ein geringes Regenerationsvermögen besitzen, ein abgebrochenes Schnabelstück vollständig regeneriert, weil bekanntlich die Erhaltung ihres Lebens von ihm abhängig ist. Sie müssen ihn bei jeder Arbeit: Nestbauen, Beutefangen usw. gebrauchen, wodurch er der Verletzung immer ausgesetzt wird. Dasselbe gilt auch von den Extremitäten der Salamander und der Haut aller Lebewesen. Freilich hat es nicht an Versuchen gefehlt, diese so wunderbar zweckmässige Erscheinung mechanisch erklären zu wollen, so z. B. nimmt VVeisman an, dass an gewissen Orten des Organismus Zellen in schlummerndem Zustand abgelagert sind, die ähnlich den Keimzellen sind, und wie aus letzteren der ganze Em bryo, so kann aus diesen Zellen der verloren gegangene Teil entstehen, nachdem sie durch den Reiz der Verletzung geweckt wurden. Er nennt diese Zellen Deter-

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