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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1916-01-01 · 5677 = 1916/17 (1916) · p. Seite 194

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5677 = 1916/17 (1916-1916)
Issue
5677 = 1916/17 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 194 (sequence 195)
Language
German
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IRI
…/3135693-3135694--0196-3135918
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194 bei der Gründung des Instituts gerechnet. Deshalb lautet u. a. § ii der Statuten: „Auf Wunsch der Landeskomitees vermittelt das Zentralkomitee alle Utensilien, welche für die Seelsorge nötig sind, falls die Beschaffung dieser Utensilien in ihren Ländern nicht möglich erscheint. Und § 7 lautet: „Wenn in einem kriegführenden Staate die jüdische Seelsorge auf politische Schwierigkeiten stossen sollte, unternimmt das Z. K. die erforderlichen Schritte, um zum Ziel zu gelangen.“ Die Worte „Seelsorge“ und „Utensilien“ sind in weitestem Umfang zu fassen. Alles, was mit religiöser Fürsorge zusammenhängt, ist jüdische Seelsorge. Und dank dem hochherzigen Entgegenkommen der zuständigen eidgenössischen Behörden hat das Z. K. § 11 schon in ausgiebiger Weise angewendet. Auf § 7 hat das Z. K. noch nicht nötig gehabt Bezug zu nehmen. Im Gegenteil. Die Bestrebungen des R. M. 13. sind bis jetzt in den kriegführenden Staaten, — dank der kräftigen Empfehlung seitens des Hauptkomitees des Roten Kreuzes — voll und ganz gewürdigt worden, und haben da, wo es nötig war, das grösste Entgegenkommen gefunden. Und es braucht kaum betont zu werden, dass für die kranken jüdischen Kriegsinternierten in der Schweiz, deren Seelsorge von dem eidgenössischen Armeestab dem R. M. D. übertragen wurde, der religiösen F ürsorge keine Schwierigkeiten bereitet wird. Aber . . . das Wirken des R. M. D. ist bis heute noch gehemmt durch zwei Hauptumstände. Vor allem herrscht noch hier und dort unter unseren Glaubensgenossen ein chauvinistisches Vorurteil gegen die neutrale Arbeit, die das Z. K. leistet. Daneben ist die Opferfreudigkeit unter unseren Glaubensgenossen in der Schweiz nicht gross genug, um den vielen Ansprüchen, die in so mancher Hinsicht — nicht zum Mindesten für die hier im Lande inter-

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